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LAND OF THE LONG WHITE CLOUD

Neuer Habicht-Film ab Januar in Neuseelands Kinos

Florian Habicht ist zurück mit einem neuen Film über die Menschen im hohen Norden Neuseelands. Nach 'Kaikohe-Demolition' geht es dieses Mal nicht um Autos, sondern um Fische. “Land of the long white cloud” heißt der neue Streifen, der im Januar 2010 in die neuseeländischen Kinos kommt.

Der Dokumentarfilm handelt vom weltweit größten Angel-Wettbewerb, dem so genannten “Snapper Classic” und dem Gemütsleben seiner Teilnehmer. Wer bei diesem Wettkampf den größten Fang an Land zieht, dem winken 50 000 neuseeländische Dollar, umgerechnet etwa 24 500 Euro Preisgeld. Austragungsort ist der längste Strand des Landes, der Ninety-Mile-Beach am nördlichsten Zipfel Neuseelands.

Den hohen Norden sowie seine Bewohner hat Habicht bereits in seinem Film über das Kaikohe-Crash-Autorennen dokumentiert. Für “Land of the long white cloud” kehrte der gebürtige Deutsche, der selbst den Großteil seiner Kindheit in Bay of Islands verbrachte, zurück in seine alte Heimat, um auf Initiative seiner Mutter hin den weltgrößten Snapper-Angelwettbewerb mit seiner Kamera zu begleiten, um dabei die Gedanken und das Seelenleben der Anglerinnen und Angler zu erforschen. Beim “Snapper Classic” wird aus-schließlich der in Neuseeland beliebte, gleichnamige Speisefisch mit langen Angelruten vom Strand bzw. im Surf stehend gefischt. “Land of the long white cloud” dreht sich nicht nur um die Frage, wie man diese Fische am besten fängt.

Vielmehr offenbart der Film auch philosophi-sche Ansätze. Habicht, der Film an einer Kunsthochschule in Auckland studiert hat, konfrontierte seine Darsteller mit ungewöhnlichen Fragen. So wollte er beispielsweise wissen, ob sich die Angler vorstellen können, dass Fische Gefühle haben oder ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Die Antworten der Fischer sind ebenso pointiert wie eigenwillig: Auf die Frage nach dem Gefühlsleben von Fischen antwortete Neil Moody aus Paihia (Bay of Islands) trocken: "Wenn du eine Tasche voll mit Fischfilets bei einem Kumpel vorbeibringst, dann packt der direkt ein paar Flaschen kühles Bier dazu aus. Das ist im Grunde viel besser, als über die Gefühle von Fischen nachzudenken."

Beim diesjährigen internationalen neuseeländischen Filmfestival im Juli in Auckland wurde “Land of the long white cloud” uraufgeführt, landete als low-budget-Streifen einen Volltreffer und sorgte für landesweites Aufsehen. Der Direktor des Filmfestivals, Bill Gosden, kommentierte den Film mit den Worten: “Die liebenswürdige Atmosphäre von Toleranz und einfacher Philosophie ist so salzig, so wahr und mitreißend, dass du sie in Flaschen einkorken und als Marke Made in New Zealand an Heimweh erkrankte Auswanderer in Übersee verkaufen könntest”. Clemens Dörrenberg


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Last updated 1 December 2009


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