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DAS HOCHSCHULSYSTEM IN NEUSEELAND

Ein Überblick

Immer mehr deutsche Studenten machen einen Studienabschluss im Ausland, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Besonders beliebt sind Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Neuseeland rangiert dagegen nach einer Broschüre des Statistischen Bundesamts auf Platz 17 bei den Zielen deutscher Studenten.

Etwas verwunderlich ist dies durchaus. Schließlich haben das Land und sein Bildungssystem jungen Menschen aus anderen Ländern viel zu bieten. Das beginnt bei der landschaftlichen Schönheit Neuseelands und seinem großen Freizeitangebot. Zudem zeichnet sich der Staat durch ein Bildungssystem aus, das dem britischen stark ähnelt und gleichzeitig mit kulanten Zugangsbedingungen punktet. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte allerdings einige Besonderheiten beachten, möchte er als Deutscher in Neuseeland studieren – und etwas Geld ist dafür auch notwendig. 

Neuseeland beeindruckt nicht nur mit seiner besonderen Natur, sondern kann auch als Ziel für Auslandsstudenten punkten. In diesem Ratgeber soll ein überblick geboten werden.

Arten von Hochschulen

In Neuseeland gibt es zwei grundlegende Varianten von Hochschulen:

-      Universitäten: Acht qualitativ hochwertige Universitäten existieren in Neuseeland. Sie alle haben international einen guten Ruf, was die Qualität der Lehre betrifft. Das zeigt sich auch daran, dass sie ausnahmslos in den renommierten QS World Top 500 University Rankings aufgeführt sind.

-      „Institutes of Technologies und Polytechnics“ (ITPs): Die ITP-Hochschulen ähneln den deutschen Fachhochschulen, auch in ihrem starken Praxisbezug. Anders als der Name vermuten lässt, konzentrieren sie sich allerdings keineswegs rein auf technische Fächer.

Zu beachten ist bei der Auswahl einer Hochschule, dass neuseeländische Universitäten jeweils spezielle Schwerpunkte legen, statt einen möglichst großen Fächerbereich abzudecken.

Das Studium selbst in Neuseeland ist nach Angaben auf college-contact.com nach angelsächsischem Vorbild aufgebaut:

-      Undergraduate Studies: Nach Erwerb eines berufsqualifizierenden Bachelorabschlusses haben Studenten die Möglichkeit, einen Honours Degree zu erwerben, gute bis sehr gute Leistungen vorausgesetzt.

-      Postgraduate Studies: Masterstudiengänge dauern oftmals nur ein Jahr und legen den Schwerpunkt stärker auf die Forschung. Als höchster akademischer Grad gilt der Doctor of Philosophy (PH.D.), der in etwa dem deutschen Doktortitel entspricht und ebenfalls mit dem Verfassen einer Promotionsarbeit einhergeht.

Daneben werden je nach Hochschule eine Reihe spezieller Abschlüsse vergeben, die aber in der Regel international nicht anerkannt sind.

Auch bei den ITP-Hochschulen ist Vorsicht geboten. Zwar bringen diese geringere Studiengebühren mit sich als die Universitäten und sind oft auch qualitativ eine ansprechende Alternative, allerdings sollten deutsche Studenten nur diejenigen ITPs auswählen, die Bachelor- und Masterabschlüsse anbieten.

Übrigens: Eine Alternative zu staatlichen Hochschulen sind private Einrichtungen. Hier ist aber wiederum darauf zu achten, dass die erworbenen Abschlüsse international anerkannt sind.

Welche Voraussetzungen müssen deutsche Studierende erfüllen

Allgemein gilt: Jedes Auslandsstudium erfordert eine gewisse Vorbereitungszeit. Dazu kommt eine aussagekräftige Bewerbung. Außerdem müssen Studenten grundsätzlich einige wichtige Voraussetzungen erfüllen. Am einfachsten haben es diejenigen, die nur ein oder zwei Semester in Neuseeland verbringen möchten. Gefordert werden von ihnen im Regelfall:

-      Abitur oder Fachhochschulreife

-      Gute Englischkenntnisse

-      An vielen Universitäten bereits Studienerfahrung

Die Zulassung zu ein oder zwei Auslandssemestern ist meist relativ problemlos, vor allem wenn die eigene Hochschule in Deutschland ein Kooperationsabkommen mit der betreffenden neuseeländischen Hochschule hat. Besteht ein solches nicht, spielen die bisherigen Studienleistungen von Bewerbern im Regelfall eine größere Rolle.

Generell entscheiden die einzelnen Hochschulen selbst darüber, ob sie einen Bewerber aufnehmen oder nicht. Für diejenigen, die ein komplettes Auslandsstudium absolvieren möchten, kommt es auf den Abschluss an. Grundvoraussetzungen sind für:

-      Bachelorabschluss: Abitur und ein Nachweis über gute Englischkenntnisse (zum Beispiel durch einen bestandenen Toefl-Test)

-      Masterabschluss: Bachelor-, Magister- oder Diplomabschluss

-      PH.D: Masterabschluss. Ob auch ein Diplom- oder Magisterabschluss genügt, entscheidet die jeweilige Hochschule.

Unter Umständen ist es auch möglich, sich bisherige in Deutschland erbrachte Leistungen in einem Bachelorstudium anrechnen zu lassen. In diesem Zusammenhang wird vom sogenannten Transfer Bachelor gesprochen. Neben ähnlichen Studieninhalten ist es in diesem Fall notwendige Voraussetzung, dass der Student mindestens die Hälfte seiner Studienzeit in Neuseeland verbringt.

Was ist sonst noch zu beachten?

Ein Studium kostet Geld und ein Auslandsstudium in aller Regel besonders viel. Neuseeländische Hochschulen erheben grundsätzlich Studiengebühren. Auch hier hängt es von der jeweiligen Einrichtung ab, wie hoch diese ausfallen. Grundsätzlich sollten Studenten beachten:

-      Studenten aus dem Ausland zahlen in Neuseeland im Allgemeinen mehr.

-      Je nach Hochschule werden pro Studienjahr NZ$ 15,000 bis NZ$ 33,000 fällig.

-      ITP-Hochschulen sind billiger als Universitäten.

Wer so viel Geld nicht aufbringen kann, kann auf mehrere Fördermöglichkeiten zurückgreifen. Besonders einfach haben es hier wiederum alle, die nur ein oder zwei Semester in Neuseeland verbringen möchten. Sie haben die Chance, von einem Auslands-BAFöG zu profitieren.

Für andere kommen folgende Optionen infrage:

-      Stipendien von Stiftungen oder Organisationen

-      Stipendien von der neuseeländischen Regierung oder direkt von neuseeländischen Hochschulen

-      Aufnahme eines Bildungs- bzw. Studienkredits.

Dass gerade die erstgenannten Optionen eng mit den eigenen Leistungen zusammenhängen, ist logisch. Wer an einer guten Universität in einem Land seiner Wahl studieren möchte, sollte allgemein einen überzeugenden Lebenslauf vorzuweisen haben und sich auch in Deutschland nicht auf die faule Haut legen.

Übrigens: Studenten, die länger als drei Monate in Neuseeland studieren möchten, benötigen ein Visum. Mit diesem ist ihnen auch erlaubt zu arbeiten – während des Semesters 20 Stunden in der Woche, in den Ferien sogar Vollzeit. So lässt sich ebenfalls, je nach verfügbarer Zeit, ein Teil des Studiums – oder zumindest die Lebensunterhaltskosten finanzieren. Denn auch diese sind nicht ganz billig in Neuseeland. 

Ab einer gewissen Aufenthaltsdauer brauchen deutsche Studenten in Neuseeland ein Visum. Wer vorausschauend plant, dürfte damit allerdings keinerlei Schwierigkeiten haben.


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Last updated 8 April 2016


Neuseeland ist ein Geheimtipp

Dass es bisher nicht mehr deutsche Studenten nach Neuseeland zieht, ist eigentlich verwunderlich, hat das Land doch eine Menge zu bieten für alle wissbegierigen und abenteuerlustigen Menschen. Gleichzeitig stellt der Status von Neuseeland als Geheimtipp eine Chance für alle dar, die mit einem Studium im Ausland liebäugeln, denn so ist die Konkurrenz nicht ganz so hart.

Wer sich nicht an ein komplettes Auslandsstudium herantraut, der kann es einfach zunächst bei ein oder zwei Semestern belassen. Vielleicht kommt er dabei auf den Geschmack und möchte letztlich länger in diesem beeindruckenden Land bleiben.

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Abbildung 1: © kewl (CCO-Lizenz) / pixabay.com

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