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NEUSEELAND: EINWANDERUNGSTRENDS UND IMMIGRATION UPDATES

Infos und Beratung von deutschsprachigen Auswanderungs-Experten

Zur Jahresmitte werden für Neuseeland die jährlichen Einwanderungsquoten entschieden. Die aktuellen Zahlen waren zum Zeitpunkt des Verfassens diesen Artikels noch nicht veröffentlicht. Dennoch gibt es einiges an interessanten Entwicklungen, Veränderungen und Trends in der Einwanderungspolitik. Neuseeland steht besonders in diesem Jahr vor großen Aufgaben. Die Erdbeben in Christchurch bringen viele neue Herausforderungen mit sich, deren Folgen insbesondere auf dem Arbeitsmarkt und der absehbaren Skills Shortage zu spüren sind. Was bedeutet dies nun für Einwanderungswillige?

Akute Skills Shortage absehbar

Nach den Ereignissen in Christchurch warteten viele gespannt auf die Veröffentlichung der neuen Skills Shortages Listen. Es gab zahlreiche Spekulationen, insbesondere für den Bereich derjenigen Handwerksberufe, die beim Wiederaufbau der Region benötigt werden. Gravierende Änderungen wird es jedoch keine geben. Eigenen Angaben zufolge enthalten die aktuellen Listen bereits eine entscheidende Anzahl von gesuchten Berufsgruppen, wie zum Beispiel Bauingenieure, IT und Telekommunikationsberufe sowie einige Berufe im Bereich des Gesundheitswesens und Handwerkes. Interessanterweise sind die Berufsgruppen des Architekten und Technischen Zeichners, die im September 2010 von den Listen gestrichen worden sind, nicht wieder hinzugefügt worden. Das gleiche gilt auch für die Handwerksberufe des Tischlers/Zimmermanns und Klemptners/ Installateurs. Beide Berufe wurden vor 2 Jahren von der Liste gestrichen. Insgesamt wurde ein Beruf von der Long Term Skills Shortage Liste gestrichen (Anaesthetic Technician) und ein Beruf hinzugefügt (Statistician /Fisheries Modeller).

Welche Rolle spielen nun Einwanderer auf dem neuseeländischen Arbeitsmarkt?

NZIC-Foto: Das Team von NZ Immigration Concepts, v.l.n.r. Martina Könneke-Halwass, Julia G. Cooke, Dr. Carsten Hallwass, Katrin Schottke

Einer von vier Angestellten in Neuseeland ist eingewandert. Laut Dr. Jonathan Coleman, Immigration Minister, muss dafür gesorgt werden, dass Neuseeland weiterhin ein attraktives Zielland für qualifizierte Arbeitskräfte, Studenten, Touristen und Investoren bleibt. Verfolgt die derzeitige Einwanderungspolitik jedoch ihre angestrebten Ziele? Seit 2001 liegt die beabsichtigte Einwanderungsquote zwischen 45,000 und 50,000 Zuwanderern pro Jahr. In den letzten 12 Monaten ist jedoch ein signifikanter Rückgang der Visaerteilung im Bereich Skilled Migrant Kategorie zu erkennen, sowohl bei der Permanent Residence (-21%) als auch bei Temporary Work Visas (-26%), vergleicht man die Einwanderungsstatistiken von 2010/2011 mit denen von 2009/2010. Eine weitere Überraschung bot die letzte Selektion von Residence Antragstellern vom 30 Juni 2011 mit einer ungewöhnlich hohen Mindestpunktzahl von 125 für Antragsteller mit Job Angebot statt der bisherigen 100 Punkte. Wir stimmen verschiedenen Quellen zu, die von einer epidemischen Skills Shortage in naher Zukunft berichten, die auf die Kurzsichtigkeit der derzeitigen Einwanderungspolitik zurückzuführen sein wird. Es stimmt, die Arbeitslosenzahl in Neuseeland ist in den letzten Jahren gestiegen, aber es wird davor gewarnt, die Zahl der Einwanderer kurzfristig zu reduzieren um Neuseeländern die Arbeit nicht wegzunehmen. Fakt ist, dass viele Arbeitgeber derzeit Schwierigkeiten haben, hochqualifizierte Schlüsselpositionen zu füllen. Es ist die Rede von Ausbildungsförderung und vermehrtem Training junger Neuseeländer, insbesondere um den Arbeitskräftemangel im Handwerksbereich zu decken. Dies ist jedoch ein eher langfristiger Plan und wird den aktuellen Engpässen kaum gerecht. Die gute Nachricht ist, dass Ingenieure es derzeit besonders leicht auf dem hiesigen Arbeitsmarkt haben. Der Wiederaufbau von Christchurch zieht Experten der Baubranche aus allen Teilen Neuseelands an, und Arbeitsagenturen werben verstärkt neue Kräfte auch im Ausland an. Geotechniker, Landvermesser, Bauingenieure und Projektleiter stehen hierbei ganz oben auf der Liste der gesuchten Berufe. Laut einem Bericht der Arbeitsagentur Hudson planen rund 83.3% der Arbeitgeber in der Bauindustrie permanente Neueinstellungen bis zum September 2011. Ein Rückgang der Neueinstellungen ist lediglich im staatlichen Gesundheits- und Bildungswesen und im Einzelhandel vorausgesehen.

Study to Work – immer noch eine Tür zur Residence?

Jonathan Coleman kündigte auch Änderungen in den Visarichtlinien für ausländische Studenten an, die stufenweise ab Juli 2011 in Kraft treten. Über 90,000 ausländische Studenten studieren jährlich an neuseeländischen Hochschulen und nicht selten wird das Studentenvisum als Abkürzung bzw. Eintrittskarte zum dauerhaften Aufenthalt in Neuseeland gesehen. Die neuen Regelungen sollen zum Beispiel verhindern, dass Studenten sich lediglich einschreiben ohne je einen erfolgreichen Abschluss anzustreben. Zusätzliche Konditionen für das Erteilen eines Studentenvisums werden zukünftig die folgenden sein:

  • Studenten müssen Mindestanforderungen zur Einschreibung erfüllen
  • Regelmäßiges Erscheinen während des Studiums wird vorausgesetzt
  • Ausreichende finanzielle Mittel zur Unterstützung während des Studiums müssen nachgewiesen werden
Die entscheidende Neuerung wird jedoch die sein, dass nun erst nach einer Mindeststudienzeit von 2 Jahren das „Study to Work“ Visa erteilt wird, es sei denn, existierende Qualifikationen können angerechnet werden. Ein Studium in Neuseeland wird also für ernst meinende Studenten nach wie vor ein Türöffner für die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung sein, da mit dem „Study to Work“ Visum, also der Möglichkeit eines offenen Arbeitsvisums im Anschluss an das Studium, der Weg in die Arbeitswelt erheblich erleichtert wird. Und ein Arbeitsplatz ist oft der erste Schritt zur Permanent Residence.


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Last updated 29 August 2011


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Investor Kategorie wird vereinfacht

Ein wichtiger Zweig, von dem Neuseeland wirtschaftlich profitieren kann, ist die Business/ Investor Migration. In den letzten anderthalb Jahren zog Neuseeland NZ$ 562 Millionen ausländisches Investitionskapital ins Land. Um Einnahmen solcher Art weiterhin sicherzustellen, wurde die Investor Kategorie weiter ausgebaut um die Einwanderung für Investoren zu vereinfachen. Ab Juli 2011 traten unter anderem folgende Änderungen in Kraft:

  • Die Anforderungen an die Geschäftserfahrungen der Antragsteller wurden gelockert: Eigentum oder Führung eines Geschäftes mit mindestens 5 Vollzeitangestellten oder NZ$ 1 Million jährlichem Umsatz werden vorausgesetzt. Bisher mussten beide Kriterien kumulativ erfüllt werden.
  • Wohneigentum (unter Erfüllung bestimmter Kriterien), Bankanleihen und Aktien gelten ab jetzt als akzeptable Investition.
  • Einwanderer unter der Investor Plus Kategorie (Mindestinvestition ist NZ$ 10 Millionen) müssen nun lediglich 44 statt 73 Tage pro Jahr in Neuseeland anwesend sein (Skilled Migrants müssen beispielsweise 184 Tage pro Jahr im Land sein um die Visavoraussetzungen zu erfüllen).
Es bleibt also weiterhin spannend, die Entwicklungen der Einwanderungspolitik zu verfolgen. Dr. Coleman spricht von weiteren Änderungen im Bereich der Gesundheitschecks, der Optimierung des Arbeitsmarkt-Checks bei Work Visa und Residence Anträgen und der engeren Zusammenarbeit mit akkreditierten Arbeitgebern und vor allem registrierten Einwanderungsberatern. Wir halten die Leser der Neuseeland News weiterhin auf dem Laufenden und Dr. Carsten Hallwass bietet für Sie weiterhin eine kostenfreie erste Einschätzung ihrer Einwanderungschancen. Füllen Sie den Fragebogen auf unserer Webseite aus und erwähnen Sie zusätzlich das Kennwort „Neuseeland News“ oder besuchen Sie uns in unserem Büro in Nelson und bringen Sie den Artikel als Gutschein für eine persönliche Beratung mit. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören! NZ Immigration Concepts »