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ZEALANDIA ist Wellingtons neuer Tourismus-Magnet
Was früher „nur“ das welterste Naturschutz-Projekt seiner Art auf dem Festland war, ist seit April ein internationales Vorzeigeobjekt gehobenen Standards und die neue Muss-Attraktion in Neuseeland. Premierminister John Key eröffnete feierlich das neue „Exhibiton Center“ von ZEALANDIA und reiste bildlich als erster Neuseelӓnder 1000 Jahre in der Geschichte des Landes zurück.
Bereits von aussen ist das neue Visitor’s Center im Wellingtoner Stadtteil Karori ausserordentlich gelungen. Simple Stahlkonstruktion mit Betonguss, Glas und neuseelӓndischem Holz geben dem Gebӓude sein neues Vorzeige-Image. „Was das Te Papa für Neuseeland’s Kultur ist, ist Zealandia für Neuseeland’s Naturgeschichte“, erklӓrte die Bürgermeisterin von Wellington, Kerry Prendergast, in ihrer Rede. Eröffnet wurde die Zeremonie mit Maori-Gesang und und der Maori-Kindertanzgruppe der nahegelegenen Grundschule.
„Ein Vorzeige-Reservat wie dieses ist wichtig für die Jugend. Wir werden es nicht erleben, wenn der Grundstein, den wir mit so einem Naturschutzprojekt legen, sich voll auszahlt. Die Renaturierung des Bushwaldes und das Aufziehen unserer ursprünglichen Tierwelt dauert lӓnger als eine Generation“, so der Premierminister.
Neben dem Cafe und einem Minishop beherbergt der erste Stock die Ausstellungsrӓume in denen ein lebensechter Moa (der Ur-Vogel Neuseelands) nachgebildet wurde, der sich sogar bewegt und Laute von sich gibt und andere ausgestorbene Tiere wie den Haast Eagle oder den Hihi, die detailgetreu nachgebildet wurden. Auf einer Breitbildleinwand zeigt ein anschaulicher professioneller Film das Naturparadies Neuseeland vor 1000 Jahren und dann die ersten Zerstörungen durch die Ankunft der Polynesier, sowie die destruktive Vernichtung vieler Arten, die mit dem Einzug der Siedler von statten ging.
Der hochwertige Ausstellungsraum im zweiten Obergeschoss enthӓlt alle wichtigen Naturschutzprojekte des Landes. Im eigentlichen 225 Hektar grossen Sanctuary können die Bewohner dann in der realen Natur entdecken, was sie über das einstige Paradies, seine Zerstörung und die Naturschutzmassnahmen gelernt haben.
Zealandia liegt nur 15 Minuten vom Stadtzentrum Wellingtons entfernt und bietet den perfekten und einzigartigen Einblick in die Naturgeschichte Neuseelands – eine brilliante Zeitreise von vor 1000 Jahren bis in die Zukunft.
17 Millionen Neuseelanddollar (etwa 8,9 Mio. Euro) hat das neue Exhibition Centre gekostet. Die Eintrittspreise für die Ausstellung und das Sanctuary haben sich dadurch zwar verdoppelt, doch der Besuch ist jeden Cent wert. Und vom Lernfaktor einmal abgesehen, finanziert jeder Besucher ein Naturschutzprojekt der Extraklasse. Eintritt für Erwachsene: 28 Dollar, Kinder: 14 Dollar, Familienpass: 70 Dollar. Anja Schönborn
Alle Fotos diese Seite: Zealandia. Neuseelands Evolutionsgeschichte zum Anfassen: Tuatara - Brückenechse |
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NN-Besuch in ZEALANDIA Wellington
“Zealandia” ist der neue Name des brillianten und weltweit ersten komplett eingezäunten städtischen Naturschutzgebietes, ehemals "Karori Wildlife Sanctuary". Doch mit dem neuen Namen kommt auch eine neue Attraktion, die ihresgleichen sucht - eine Ausstellung, die die Besucher in die spannende und evolutionäre Historie des Landes entführt.
Vor 80 Millionen Jahren brach das heutige Neuseeland als eines der ersten Teile vom gewaltigen Urkontinent Gondwanaland ab und driftete in südlicher Richtung. "Zealandia" kannte noch keine Säugetiere, Flora und Fauna unterschieden sich gravierend von denen der anderen Kontinente.
"Wir schicken unsere Besucher auf eine spektakuläre Zeitreise um 1000 Jahre zurück, in eine Zeit lange vor der Ankunft der ersten Menschen. Was sie hier entdecken können, ist ein fantastisches und aussergewöhnliches Naturparadies, das ungestörte 80 Millionen Jahre hatte, um sich zu entwickeln", erklärt Alan Dicks von “Zealandia”. "Unsere Gäste können hautnah Zeuge werden, was passierte, als die ersten Menschen das Land betraten und welche katastrophale Zerstörung sie über die Jahrhunderte anrichteten."
Die 3D-Animateure, Soundspezialisten und Modellisten, die einst an Peter Jackson's Kinoepos Herr-der-Ringe mitwirkten, arbeiteten an der realistischen Umsetzung der ausgestorbenen Tierarten. Dem gigantischen Urvogel Moa wurden die Federn einzeln angenäht, die riesigen Schwingen des Haast-Adlers mit Hilfe von Überlieferungen nachgebildet. Selbst der Sound der Tiere wurden anhand der Funde und Schätzungen der Größe des Kehlkopfes und eines uralten Maori, der die Laute von seinen Vorfahren überliefert bekam, realistisch nachempfunden.
"Die nahesten Verwandten des Moa sind heute die Emus, der ausgestorbene Hui ist beispielsweise mit dem Saddleback und dem Kokako verwandt. Wir wollen wirklich ganz anschaulich zeigen, welche Vielfalt und Historie unser Land einst barg. Und die Filmprofis halfen uns dabei gewaltig."
Im Obergeschoss können die Besucher dann entdecken, welch aussergewöhnlichen Naturschutz die Neuseeländer heute unternehmen, um die noch bestehenden Fragmente des einstigen Natur-Paradieses wieder zusammen zu fügen - Evolutionsgeschichte zum Anfassen.
"Wer die Ausstellung besucht hat, versteht die Hintergründe unseres Projekts. Nach einer Tasse Kaffee oder Mittagessen im neuen Cafe, können die Besucher dann genau das erkunden, was sie in der Theorie gesehen haben - die wunderbare Natur, wie sie vor der Ankunft der natürlichen Fressfeinde unserer Tiere in Neuseeland existierte. Und dabei ist unsere “Insel” nur eine Viertelstunde von downtown Wellington entfernt."
Ob in einer professionell geführten Tour der Ranger oder ausgerüstet mit einem Plan auf eigene Faust - “Zealandia” gibt faszinierenden Raum zum Entdecken, Erforschen und Erleben. Die Halbdinosaurier Tuatara-Echsen, Wetas (Foto o.), der Tui, Saddleback, Falken, Kaka-Papageien (Foto u.), Hihia, Kiwis und viele andere der stark dezimierten und vom Aussterben bedrohten Tiere haben hier ein neues Zuhause gefunden - und die Hoffnung auf's Überleben. Das Tor zum Naturparadies von einst... Anja Schönborn
Zealandia »
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Last updated 18 June 2010
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Gesprenkelter Kiwi-Vogel |
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Skizzen vom neuen Zealandia-Ausstellungs-Zentrum in Wellington |
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