Travel & Lifestyle magazinNeuseeland News

NeuseelandNews Travel & Lifestyle


FEATURES
ADVERTORIALS Deutsch



LINK LISTINGS


www.estaregistration.de




HABEN SPANIER NEUSEELAND ENTDECKT?

Geisterschiff taucht immer wieder auf

Privat-Foto: Aranga-Beach, wo das Geisterschiff immer wieder auftaucht

Wie es aussieht, haben Spanier die Holländer nicht nur auf der Weltbühne Fußball geschlagen, sondern auch bei der Entdeckung Neuseelands. Ginge es nach zwei neuseeländischen Forschern, so müßte diese Geschichte des Landes neu geschrieben werden: und zwar um ganze 116 Jahre, bevor der Holländer Abel Tasman erstmalig “Nieuw Seeland”, konkret die Alpen der Südinsel, am 13. Dezember 1642 sichtete.

Nach Meinung des Historikers Noel Hilliam und des Meeres-Wissenschaftler Winston Cowie haben spanische Seefahrer bereits im frühen 16. Jahrhundert die Nordinsel Neuseelands besucht. Wichtigster Beweis dieser Theorie ist ein Geisterschiff, eine spanische Karavelle, das als komplett erhaltenes Wrack mysteriöserweise immer wieder vor der Westküste des Nordens aus dem Sand auftaucht.

Auslöser der Forschungen war ein stürmischer Tag im Herbst 1982, als Noel Hilliam und ein Freund sich in Hilliams selbstgebauten Flugzeug aus der Luft an der Suche nach einem vermissten Fischer an der rauhen Westküste nördlich von Dargaville beteiligten. “Plötzlich sahen wir die Umrisse eines perfekt erhaltenen Segelschiffes, in etwa 30 Meter Wassertiefe, aus dem Sand ragen,” so Hilliam im Gespräch mit NN, “Nur der Mast war gebrochen.” Hilliams weitergehende Forschungen ergaben, daß es sich wegen der außergewöhnlichen Form des Schiffes um eine spanische Karavelle handeln könnte. “Das Wrack ist so gut erhalten, weil es immer wieder von Sand bedeckt wird, aber bei stürmischem Wetter auch immer wieder freigelegt wird.” Die Region in Northland, wo Hilliam das Wrack fand, heißt “Aranga”. Und - “Aranga” ist auch der Name einer ländlichen Region in Galizien im Norden Spaniens, nahe der Hafenstadt La Coruna. “Wir glauben, daß es sich bei dem Wrack um die verschollene Karavelle “San Lesmes” handelt,” so Meeres-Wissenschaftler Winston Cowie gegenüber NN, der die weiteren Untersuchungen in Spanien leitete. “Die San Lesmes war Teil einer Expedition von sieben Schiffen, die 1525 La Coruna verließen. Zuletzt wurde sie am 1. Juni 1526 vor der Westküste Südamerikas gesehen”.

Privat-Foto: Seekarte von Juan Fernandez´ Entdeckungsreise von Chile nach Neuseeland 1574

Nach Archiv-Aufzeichnungen des “Archivo general de Indias” im spanischen Sevilla konnte bestätigt werden, daß 16 Seeleute des Schiffes aus La Coruna in der Region “Aranga” stammten. Weitere Recherchen vor Ort in Neuseeland ergaben, daß in der “Aranga”-Region in Northland hochgewachsene, über 1.80 m große Maori gesehen wurden, mit heller Haut und roten Haaren. Rotes Haar ist in der nordspanischen Provinz Galizien weitverbreitet. Auch sind noch heute die spanischen Worte “buque” und “pero” im Maori-Vokabular enthalten. Als weitere Indizien für die Gegenwart spanischer Entdecker in Neuseeland halten Cowie und Hilliam die Funde eines spanischen Helms im Hafenbecken von Wellington sowie eines Reitsporns in den Dünen über der “Aranga”-Wrack-Fundstelle. Außerdem die Tatsache, daß endemische Pohutukawa-Bäume, die vor allem in der neuseeländischen “Aranga”-Region zu finden sind, auch in der nordspanischen “Aranga”-Region wachsen.

“Die Einheimischen dort meinten, die Bäume seien mindestens 500 Jahre alt,” so Cowie. “Wir lassen sie gerade datieren. Wenn die Bäume älter sind als Abel Tasmans oder Captain Cooks Entdeckungsreisen, würde dies unsere Theorie, daß die Spanier vorher hier anlandeten, stark unterstützen.” Im Marine-Museum von Madrid entdeckte er eine staubige Seekarte, die die großen Seefahrten der spanischen Entdecker beschreibt. Eine der Routen zeigt den Weg von Kapitän Juan Fernandez, der 1574, also früher als Tasman, von Concepcion in Chile nach Neuseeland und weiter gen Westen segelte. Und dann gibt es Überlieferungen von einem Segelschiff, daß südlich von Dargaville, im Naturhafen von Kaipara, nach einer Explosion an Bord unterging, und wo “bleiche Männer in Rüstung” am Strand eine Kiste vergruben... Aber das ist eine andere Geschichte.

Privat-Foto: Touristen suchen nach Wrackteilen an der rauhen Westküste nördlich von Dargaville

Share

Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS
Disclaimer
Last updated 23 June 2012


WER KANN BERGUNG FINANZIEREN?

Kosten belaufen sich auf mindestens 1 Mio Euro

NN-Foto: Historiker und Meeresforscher Noel Hilliam mit Wrack-Artifakten

Die Bergung des Geisterschiffs, von dem die Entdecker gleuben, es handele sich um die verschollene spanische Karawelle “San Lesmes”, sei technisch durchaus möglich, so Historiker Noell Hilliam. “Da das Wrack in nur etwa 30 Meter Tiefe unter rund neun Meter Sand liegt, könnten wir Spundwände einbringen und Sand und Wasser absaugen”.

Danach wären Identifizierung und Bergung möglich. Allerdings würde das Ganze mindestens NZ $ 2 Mio (rd. 1 Mio €) kosten. Wer sich für eine Finanzierung des Projekts interessiert, sollte mit NN Kontakt aufnehmen: Neuseeland News »

Privat-Foto: Uralter neuseeländischer Pohutukawa-Baum in Galizien, Spanien