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WOW-Fotos: Die Prämierung für den skurrilsten BH ist ein Publikumsliebling der Show. V.l. “Isobra”, Janice Elliott (Christchurch),”Pair of good lookers”, Erna van der Vat (Auckland) und “Busted”, Rodney Thorburn (Tauranga)

WORLD OF WEARABLE ART - WOW

Jubiläums-Show bricht alle Rekorde

Für die 20. Montana World of Wearable Arts Award Show (WOW) wurden in diesem Jahr aus 300 eingesandten Kunstobjekten 189 ausgewählt und einem verblüfften Publikum in einer bombastischen Show in Wellington vorgeführt. Auch drei Künstlerinnen aus Deutschland und der Schweiz waren bei dem hochrangigen internationalen Kunstereignis dabei, von denen Margaret Palz aus Zweibrücken in der Gesamtwertung einen herausragenden zweiten Platz belegte.

Die hochkarätige Jury hatte es nicht leicht, aus den Designerstücken für alles, was man am Körper tragen kann, das Sahnehäubchen der Crème de la Crème auszusuchen. Der Skulpturbauer Jeff Thomson, die renommierte Designerin Elizabeth Findlay von Neuseelands berühmten Label ZAMBEZI und WOW Gründerin Suzie Moncrieff bekamen erstklassige Kreationen zu Gesicht, deren Designer aus aller Welt den Weg nach Wellington fanden.

Insgesamt 25.000 Zuschauer sahen eine Show der künstlerischen Superlative, in der ein visueller Knalleffekt den anderen jagte. Die Vorführung der Kunstobjekte war eingebettet in genauso spektakuläre wie ständig wechselnde Kulisse: burleske Trapezkunst wechselte mit pinkfarbenen Fallschirmen in Form von überdimensionalen BHs, die sich langsam auf diesich langsam auf die ungläubigen Zuschauer senkten.

Die Kategorie der architektonisch inspirierten Kleider wurde inmitten einer überwältigenden Menagerie von weißen Vögeln vorgestellt.
Nach sieben überwältigenden Durchläufen ging die höchste Auszeichnung, der Supreme Montana WOW Award an Nadine Jaggi. Die Nachwuchsdesignerin gewann zum 2. Mal diese Auszeichnung. Dieses Jahr überzeugte sie mit ihrem Werk "Ornitho Maia". Einem Gesamtkunstwerk, für dass sie ausschließlich Leder benutzte, es in nassem Zustand formte, prägte, mit Hand vernähte und schließlich der Jury als "Vogelmutter" präsentierte.

"Punk Bird Family" nannte Sean Purucker aus Kalifornien seine Kreation, mit der er auch die Jury für die höchstdotierte Kategorie, dem MainPower WOW Award, überzeugen konnte.
Das raison d'être des Werks führt auf die Punk-Szene zurück in der, wie Sean meint: "der individuelle Stil verehrt wird und Grunge kameradschaftlich einen dunklen und seltsamen Sinn von Familie schafft".

Viele Künstler aus aller Welt ließen sich auch in diesem Jahr die Gelegenheit nicht entgehen, bei der Veranstaltung mitzumischen, die für viele das Tor zur tragbaren Kunstwelt bedeutet. Die Gewinner der Schow werden nun in Nelson im World of Wearable Arts & Classic Cars Museum in einer ständigen Ausstellung ausgestellt. Hier haben Interessierte erstmals die Möglichkeit, die sensationellen Kreationen im Detail und aus unmittelbarer Nähe zu bestaunen. Tina Hartung

WOWcars »

DEUTSCHE KÜNSTLERIN ÜBERZEUGT

Ein 1. Preis für Margarete Palz bei WOW

Drei Designerinnen aus Deutschland und der Schweiz waren dieses Jahr bei der Montana World of Wearable Arts Show (WOW) vertreten (NN berichtete). Pia Fischer (Berlin) war erstmals und gleich mit zwei Kreationen in Wellington dabei, während Marina Krog (Hamburg) ihre Plissee-Kreationen bereits zum 2. Mal zur Bewertung nach Neuseeland schickte.

Überragenden Erfolg erzielte die Künstlerin Margarete Palz aus Zweibrücken mit ihrer Kreation "High Societies Visit Bill Hammond's Paradise". Sie wurde hierfür mit dem 1. Preis in der American Express Open Kategorie ausgezeichnet und gewann den zweiten Preis in der Gesamtwertung.


Margarete Palz hatte bereits vergangenes Jahr mit ihrer Kreation einen Preis in einer der sieben Einzelkategorien gewonnen. Bei ihrem letztjährigen Besuch in Neuseeland ließ sie sich wohl von dem berühmten zeitgenössischen Maler Bill Hammond aus Christchurch inspirieren. Hammonds Bilder werden von vogelähnlichen Kreaturen dominiert, die einem verlorenen Paradies nachzutrauern scheinen. Hammonds Arbeit wurde durch einen Besuch auf den sub-antarktischen Auckland Islands massgeblich inspiriert, wo er nach eigenen Angaben erstmals ein Gefühl für die Naturschönheit Neuseelands vor der Ankunft der Europäer bekam.

Margarete Palz sagt über ihre Inspiration: "Ich hatte das Gefühl, dass Bill Hammonds Malerei einen inneren Dialog zwischen der globalen Kultur und der Definition vom Ganzen, der Surrealen Dimension ist." Margarete Palz präsentierte der Jury eine Kreation aus recyceltem Fotopapier - ein genauso vielseitiges wie schwieriges und ungewöhnliches Material, deren Verwendung sie meisterlich in all ihren Kreationen umsetzt.

Die in Deutschland lebende Designerin studierte Bildende Kunst in Saarbrücken und Berlin, lehrte am Hofenfelsgymnasium in Zweibrücken und beteiligte sich ab 1990 mit ihren Arbeiten in Malerei und Grafik an zahlreichen Theaterstücken in der ganzen Welt. Über ihre Werke sagt sie: "Durch mein Studium der Bildenden Kunst verfüge ich über kompositorische und technische Fähigkeiten, fotografische Flächen (2D) zu “Raumgebilden” (3D) zu transformieren. In der Anwendung des zeitgemäßen Materials für körper-umhüllende Gestaltung habe ich dem weltweiten Medium Fotographie eine neue Dimension gegeben."

Diese Transformation beeindruckte die Jury und brachte der Künstlerin eine weitere Urkunde der Montana WOW Awards Show ein. Ihr Erfolg bei der Jury in Neuseeland scheint kein Zufall zu sein:

Margarete Palz' Kostüm-Kreationen, die sie für visionäres Tanztheater entwirft und die als Tanzskulpturen aus Fotopapierkleidern bezeichnet werden können, sind jede für sich ein spektakuläres Kunstobjekt, das am Körper getragen wird - und ist somit prädestiniert für die Montana World of Wearable Arts Awards in Neuseeland. Shirley-Ann Kirchhoff

Margarete Palz »

Privat-Foto: Margarete Palz


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Last updated 19 November 2008

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WOW-Gewinner 2008: "Ornitho-Maia", Nadine Jaggi

WOW-Foto: "Black Cube", Pia Fischer

WOW-Gewinner: "Punk bird Family", Sean Purucker

WOW-Gewinnerin: "High Societies Visit Bill Hammond's Paradise", Margarete Palz

WOW-Foto: "Moonlight Princess", Marina Krog


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