FEATURES
PRODUKT INFOS  PREMIER LISTINGS
LINK LISTINGS
BUSINESS LISTINGS
|

Die chancenreichsten Branchen
Neuseeland hat nur 3,6 % Arbeitslose (Tendenz weiter sinkend). Jeden Tag ist hier in der Zeitung lesen, dass es "skills shortages" gibt - Mangel an qualifizierten Arbeitskraeften also. Die Zentralstelle fuer Arbeitsvermittlung (ZAV), mit Sitz in Bonn, unterstuetzt neuselaendische und australische Firmen bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskraeften. Wird es bald Schlagzeilen in der BILD-Zeitung geben, “Deutsche Arbeitslose in Lohn und Brot am anderen Ende der Welt”?
Normalerweise ist der erste Rat, den Kunden von mir bekommen: "kommen Sie nicht aus Karrieregruenden nach Neuseeland!" Die Verdienstmoeglichkeiten sind in Neuseeland einfach deutlich geringer als in Europa. Genau das ist ja auch einer der Gruende, dass es zu den skills shortages gekommen ist. Wer in Neuseeland Karriere machen will geht eben ins Ausland, nach England, Amerika oder Australien. Dort verdient man ueberall mehr Geld. Es gibt Schaetzungen, dass ca. 1 Million Neuseelaender im Ausland leben und arbeiten.
Um die Luecken auf dem Arbeitsmarkt zu fuellen, hat der New Zealand Immigration Service lange Listen mit Berufen aufgestellt, die allerdings zu umfangreich sind, um sie hier abzudrucken. Uebersichtlich waere das auch nicht, denn unterschieden wird zwischen sog. Long Term Shortages und Immidiate Shortages, letztere auch noch mit regionalen Unterschieden. Aenderungen sind auch haeufig - mal werden Koeche gebraucht, mal nicht - wer kann da schon planen! Hier ein paar nuetzliche Tips, um die Listen bes-ser nutzen zu koennen: Es gibt Berufe, die zwar auf einer der Listen stehen, die hier aber trotzdem nur schwer zu praktizieren sind. Dazu zaehlen insbesondere medizinsiche Berufe aber auch Lehrer. Aerzte, Zahnaerzte und Krankenpfleger (und auch Lehrer) muessen hier z.T. aufwendige Examen bestehen, bevor sie hier überhaupt praktizieren koennen. Das Einwanderungsverfahren wird dadurch verlaengert und weiter kompliziert. Es gibt aber durchaus Berufe, die hier tatsaechlich gefragt sind und die auch das Einwanderungsverfahren vereinfachen. Zu meinen ganz persoenlichen "heissen Tipps" zaehlen:
Tischler und Schreiner, Automechaniker, Schlosser, Parkettfussbodenverleger und Network Administrators (insbesondere CCNA).
Aus meiner Erfahrung gilt folgende Faustregel, eine Art Dreiteilung:
1. Handwerksberufe: Hier gilt, dass man in den meisten Handwerksberufen in Neuseeland Arbeit finden wird. Verdient wird im Angestellten-Verhaeltnis zwischen NZ$ 13 und NZ$ 20 brutto. Das ist nicht viel, aber fuer die, die fest entschlossen sind und Neuseeland als Ihre neue Heimat auserkoren haben, wenigstens ein Anfang bevor, sich dann spaeter vielleicht selbstaendig gemacht werden kann, mit besseren Verdienstmoeglichkeiten. 2. IT-Berufe (Computerfritzen, fuer die, denen der Jargon nicht gelaeufig ist): Hier gibt es eine lange und endlos komplizierte Liste des Immigration Service, die eher fuer Verwirrung als Klarheit sorgt. Arbeit gibt es auf jeden Fall, allerdings ist es schwieriger, als in den Handwerksberufen, dies in einen Arbeitsvertrag umzumuenzen. Viele Arbeitgeber bevorzugen englischsprachige IT-Spezialisten und sind oft nicht bereit, sich auf langfristige Vertraege einzulassen, die fuer die Einwanderungsformalitaeten gebraucht werden. 3. Der Rest: Fuer fast alle anderen Berufe gilt (vielleicht ausgenommen manche Berufe im Tourismus und in der Landwirtschaft), wer nicht bereit und in der Lage ist, sich beruflich umzuorientieren, der sollte seine Neuseelandplaene nochmal ernsthaft ueberdenken.
Im September dieses Jahres werden in Bonn und Berlin je eine Employment Expo stattfinden, auf der neuseelaendische Firmen versuchen, deutsche Fachkraefte fuer sich zu gewinnen. Grosse Schlagzeilen wird das vermutlich weder hier noch in Deutschland machen, denn die 4 Millionen Einwohner Neuseelands werden wohl kaum nennenswert dazu beitragen koennen, dass sich die ueber 4 Millionen Arbeitslosen in Deutschland reduzieren.
Starke Rückwanderung
Neuseeland ist nicht nur ein beliebtes Einwanderungsland, sondern auch ein beliebtes Rückwanderungsland. Oder in anderen Worten; nicht nur Ausländer wandern ein, sondern es kommen auch immer mehr Neuseeländer zurück in die Heimat. Beide Faktoren beeinflussen das Einwanderungsrecht und die Bewertung von Einwanderungsanträgen.
Noch vor einem Jahr kursierten in Neuseeland Witze, die an die Zeiten des ostdeutschen Exodus erinnerten, frei nach dem Motto: "der Letzte mache bitte das Licht aus". Aus allen Reihen wurde geklagt, dass es die guten Neuseeländer (also die mit guten Ausbildungen und Fähigkeiten) ins Ausland ziehe. Grund: Neuseeland könne ihnen wirtschaftlich einfach keine gute Zukunft bieten, jedenfalls im Vergleich zu Australien, den USA, Groß Britannien oder sogar Ländern wie Japan und Deutschland. Laut kürzlich veröffentlichter Statistiken hat sich der Trend innerhalb eines Jahres drastisch umgekehrt. Die Zahl der Neuseeländer, die Neuseeland langfristig verlassen, ist um 25% zurückgegangen und die Zahl der zurückkehrenden Neuseeländer hat sich um 8% erhöht. Parallel dazu kämpft das New Zealand Immigration Service mit einer Flut von Einwanderern, die sich Neuseeland als ihre neue Heimat auserkoren haben. Projektionen zeigen, dass schon in diesem Jahr die Gesamt-Bevölkerung auf 4 Millionen wachsen wird. Das entspräche einem Bevölkerungswachstum von fast 15% in den letzten 10 Jahren (1993 lebten ca. 3,5 Millionen hier). Für die neuseeländische Regierung ist die Verlockung groß, sich wählerisch nur die Rosinen aus dem "Einwanderungskuchen" zu picken, also möglichst nur diejenigen nach Neuseeland hineinzulassen, die Neuseeland auch wirklich Nutzen bringen. Vom Ansatz her wird das jedem einleuchten. Die große Frage ist nur, kann eine Bürokratie Rosinen picken? Beurteilen Sie selbst:
Geldtransfer: Der Geldtransfer nach Neuseeland und aus Neuseeland ist frei. Eine Ausnahme gibt es bei Bargeld. Sie sind verpflichtet (unabhängig davon, ob Sie Ausländer sind oder nicht), bei der Einreise Bargeld im Werte von über NZ$ 10.000 zu deklarieren. Es handelt sich aber lediglich um eine Deklarationspflicht und nicht etwa um eine Beschränkung der Einfuhrsumme. Sie können ohne Probleme auch Bargeld in deutlich höheren Mengen einführen und hier auf ein Konto legen, umtauschen oder ausgeben.
Bankkonten: Auch Bankkonten und Festgelddepots können Sie natürlich als Ausländer hier einrichten. Sie haben sogar als Ausländer Steuervorteile gegenüber den Kiwis. Anstatt einer Quellensteuer von mindestens 19,5% zahlen Sie lediglich eine Abgabe von 2%. Manche Banken müssen allerdings mit der Nase auf diese Regelung gestoßen werden, sonst werden Sie sogar noch höher besteuert als Neuseeländer.
Neuseeland als Altersruhesitz: Hier gelten die ganz normalen Einwanderungsvorschriften, was für die meisten "Normalsterblichen" bedeutet, dass ab 55 Schluß ist. Nur bei Investoren, die mindestens NZ$ 1 Million nach Neuseeland transferiert haben, gilt u.U. etwas anderes. Auch Geschäftsleute, die hier ein Geschäft aufgebaut haben oder sich an einem Geschäft zu mindestens 25% beteiligt haben, können unter gewissen Voraussetzungen die neuseeländische Aufenthaltserlaubnis erhalten und sich hier im Alter (oder früher) zur Ruhe setzen. Mein Rat in allen diesen Fällen lautet, sich möglichst rechtzeitig - also noch vor der Rente um die Aufenthaltserlaubnis zu kümmern. Es ist einfacher, den "Residence Status" über viele Jahre zu erhalten, als ihn im Alter erstmalig zu beantragen.
Die Einwanderungsbehörden können Einwanderungsanträge nur anhand von Schablonen bewerten. Anhand eines Punktesystem werden Einwanderer aufgrund von Kriterien wie Alter, Ausbildung, Berufs- bzw. Geschäftserfahrung und Vermögen bewertet. Einwanderer mit Stellenangeboten werden besonders positiv bewertet. Nicht jeder Einwanderungsfall läßt sich allerdings in die Schablonen zwängen. Durch die Schablone paßt z.B. eine 39-jährige Frisöse (männlicher Frisör geht natürlich auch!), mit Meisterabschluß und 20 Jahren Berufserfahrung in ihrem Frisörberuf, die mit einem Automechaniker verheiratet ist und bereit und in der Lage ist, NZ$ 200.000 nach Neuseeland zu transferieren. Nicht durch die Schablone paßt ein Geschäftsmann, der eine Kaufmannslehre vor 20 Jahren abgeschlossen hat, 39 Jahre alt ist und maximal NZ$ 900.000 nach Neuseeland transferieren kann. Ob er einen Job Offer hat oder nicht, spielt keine Rolle. Ein weiterer Fehler im System ist, dass man davon ausgeht, dass die "Auserkorenen" auch wirklich "gute Einwanderer" sind? Woher will man denn wissen, ob diese Einwanderer denn auch wirklich in dem Beruf und in dem Job bleiben, der Ihnen den Einwanderungsstempel verschafft hat. Ist das ganze Einwanderungsrecht daher ein Fehlschlag? Kommen nach Neuseeland vielleicht nur Einwanderer, die man hier garnicht will oder die hier garnichts anfangen können? Meines Erachtens ist auch hier die Antwort ein ganz klares "nein".
Neuseeland war schon immer ein Einwanderungsland. Selbst die Maori waren Einwanderer. Über die Jahrzehnte hat sich die Einwanderungspolitik ständig geändert. Es hat die unterschiedlichsten Pioniere nach Neuseeland gezogen und nur selten stellte sich der Erfolg sofort ein. Oft brauchte es Generationen, bis sich die Familien hier erfolgreich etabliert hatten. Insgesamt aber ist die Einwanderungsgeschichte Neuseelands ein Erfolg. Neuseeland hat immer schon von der Vielfalt seiner Einwanderer profitiert und nicht zuletzt ist das Bevölkerungswachstum, das von den meisten Wirtschaftsanalysten als positiv und wachstumsfördernd bewertet wird, nur aufgrund der Einwanderung möglich. (Peter Hahn, 2004)
Nicht alles ist möglich
In Europa sind Sie gewöhnt, überall leben zu können. Viele Deutsche lassen sich in beliebten Urlaubsorten wie Frankreich oder Spanien nieder oder kaufen sich zumindest Ferienhäuser dort. An "Auswanderung" denkt man da nicht gleich, sondern wohl eher an einen Zweitwohnsitz oder Altersruhesitz.
Da fällt es manchem schwer, zu akzeptieren, dass dies in Neuseeland nicht ganz so einfach möglich ist. Da diese Fragen immer wieder auftauchen, hier eine kleine Übersicht, was möglich ist und was nicht.
Hauskauf: Also, Ihr Ferienhaus können Sie in den meisten Fällen ohne Probleme kaufen. Die meisten Grundstücke und Häuser können Ausländer ohne Genehmigung kaufen. In manchen Fällen, bei besonders großen Grundstücken (ab 5 Hektar) und Grundstücken, die als besonders schützenswert (z.B. manche Inseln und Meeresgrundstücke) angesehen werden, ist der Kauf abhängig von der Genehmigung der Overseas Investment Commission.
Geschäftsbeteiligungen: Als Ausländer können Sie sich hier an Geschäften beteiligen, Geschäfte komplett übernehmen oder selbst ein Geschäft aufbauen. Auch hier gibt es wieder ein paar unwesentliche Einschränkungen, die der Genehmigung bedürfen, wie z.B. bei Geschäftsbeteiligungen in Höhe von NZ$ 50 Millionen. Auch gibt es bei 100%iger ausländischer Kontrolle gewisse Buchhaltungsvorschriften, die beachtet werden müssen, die aber die geschäftliche Tätigkeit nicht beschränken.
Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS
Disclaimer
Last updated 18 May 2008
|
NORDWESTEN AUSTRALIENS EINE DER LETZTEN GROSSEN WILDNISSE
Die Kimberley und die Pilbara Region vereinend, ist der Norden des Staates Western Australia Heimat für einzigartig schroffe und doch wunderschöne, fast unberührte Landschaften. Letzte Wildnis Nordwestaustralien »
TONGA
Das verschlafene Inselreich am Ende der Welt wird von der letzten polynesischen Herrscherdynastie des Pazifiks regiert. Zwei Dinge haben die Tonganer im Überfluss: Palmen und Zeit. Tonga-Feature »
MULTIMEDIA
Die Artikel stammen von Peter Hahn, einem ehemaligen Rechtsanwalt aus Berlin, der seit 15 Jahren in Wellington lebt und dort unter der Firma Hahn & Associates Ltd deutsche Einwanderer und Geschäftsleute berät. Detailliertere Auskünfte gibt es online: Auswandern mit Peter Hahn >
Buch bestellen >
|
 |