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ÖSTERREICHER BEWEISEN SCHAFFENSKRAFTEinwanderung ins Naturparadies
Als mein Mann und ich erstmals im Jahr 2002 die nordwestlichste Ecke der Südinsel besuchen wollten, hatten wir uns als Bleibe für einige Tage ein kleines und ruhiges B & B "Westhaven Retreat" ausgesucht. Von Collingwood führt eine Teerstrasse bis zur Abzweigung hinter Puponga, die wenig später in eine Sandstrasse übergeht und zum Whanganui- bzw. Westhaven-Inlet führt. Nach etwa einer Stunde Fahrt durch eine abgeschiedene, friedliche Landschaft mit ausgedehnten Waldgebieten, zerklüfteten Bergen und Granitfelsen, immer entlang des Inlets, geht es auf eine Anhöhe von ca. 350 m über der Tasman See mit beeindruckenden Ausblicken. Spätestens wenn die Gatter der Farm erreicht werden, verspürt man die Ruhe der Umgebung.
Bruno und Monika Stompe, die Besitzer des Areals, vermieten augenblicklich infolge der baulichen Erweiterung nur ihr Cottage, das für vier bis sechs Personen Platz bietet. Seit unserem ersten Besuch hat uns die ungeheure Willens- und Schaffenskraft der Familie, zu der auch Tochter Moni und Schwiegersohn Thomas Wratil gehören, beeindruckt, wie sie von Jahr zu Jahr in Eigenleistung gigantische bauliche Veränderungen vorantreiben und die eigenen Ideen verwirklichen.
Um eine weitere Einnahmequelle zu schaffen, verwandelten sie das Farmhaus in ein gemütliches B & B (Bed & Breakfast) für acht Gäste und hielten Kühe, Schafe und Lamas. Nach einiger Zeit baute Bruno noch ein Gästecottage dazu. Er erschloss bereits existierende Treks fur seine Besucher zu bequemen Wanderwegen, die zu einsamen Buchten und Stränden führen, vorbei an Nikaupalmen und bizarren Felsformationen. Bereits im Jahr 2000 reifte die Idee zu einem wind- und erdbebensicheren Erweiterungsbau in Form von drei Octogons mit Verbindungstrakten, die sich sehr harmonisch in die wunderbare Landschaft einfügen. Bruno ist Planer, Baumeister und Allround-Handwerker, ein Workaholic, grossartig unterstützt von seiner ganzen Familie. Die Vier sind von früh morgens bis in die späte Nacht am Bau tätig, und dies nahezu sieben Tage in der Woche. Seit Baubeginn beobachten wir den Fortgang, da wir jedes Jahr eine Woche dort verbringen. Im ersten Bauabschnitt wurde der Woolshed in Form eines Octo-gons sowie der erste Verbindungsbau in Angriff genommen, der später zwei Gästesuiten beherbergt. Im mittleren Octogon - innen noch Rohbau, aber schon verglast - befindet sich derzeit als Betonwanne das Schwimmbecken mit gigantischen Ausmassen: 23 x 8 m und einem Fassungsvermögen von 200 000 Liter Wasser. Das Bad wird einmal mit einer chemiefreien Reinigungsanlage in Betrieb genommen. Hier werden für die Innenausstattung schon tropische Pflanzen herangezüchtet. Ein Hydro-Therapie-Spa mit 48 Jets ist bereits verankert. > Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS |
Die künftige Eingangshalle - die ebenfalls im Rohbau steht - stellt die Verbindung zum dritten Octogon her. In diesem Teilbereich sollen fünf luxeriöse Gästezimmer, teils mit eigener Terrasse, integriert werden. Vom Altbau ist schon ein Teil abgetragen, so dass die Familie derzeit auf minimalem Raum lebt,da augenblicklich an dieser Stelle das dritte Octogon entsteht mit einer geräumigen Lounge, der Küche und dem Speiseraum, einer Bibiliothek und einem Wintergarten. Darüber sind die privaten Wohnräume geplant. Alle bisher aufgetretenen Schwierigkeiten, die sich naturgemäss immer wieder einstellen, konnten - wenn auch mit vielen Schweisstropfen - gemeistert werden. Wenn alles wie vorgesehen abläuft, ist eine endgültige Fertigstellung für Ende 2009 angedacht. |
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