FEATURES
PRODUKT INFOS  PREMIER LISTINGS
LINK LISTINGS
BUSINESS LISTINGS
|

Tipps von Immigrations-Experte Peter Hahn
Auswandern, aber wann?
Auswanderung bleibt ein beliebtes Thema in der deutschen Presse. Erst kuerzlich ist im ADAC Reisemagazin Neuseeland wieder das Thema aufgegriffen worden. Auswanderung verkauft sich also als Thema gut. Fragt sich nur, wieviel von den neugierigen Lesern den Schritt nach Uebersee dann tatsaechlich wagen. Man spielt mit dem Gedanken, liest darueber, aber oft ist dann gerade nicht der richtige Zeitpunkt. Man ist entweder zu alt oder zu jung oder die Kinder sind zu alt oder zu jung oder das Haus oder das Geschaeft verkauft sich gerade nicht gut. Alles nur Ausreden?
Wann ist der richtige Zeitpunkt? Zur Veranschaulichung habe ich das Leben einfach mal in vier praegnante Abschnitte unterteilt. Jeder erreicht diese Abschnitte zu einem anderen Zeitpunkt im Leben – die Alterszahlen sind daher nur Anhaltspunkte!
Ueblicherweise wird das als der beste Zeitpunkt angesehen. Man ist noch jung, hat viel Energie, meist noch keine Familie, ist ungebunden - und am wichtigsten: man ist abenteuerlustig! Auch einwanderungstechnisch bietet sich hier eine gute Moeglichkeit: Die neuseelaendische Regierung bietet reise- und abenteuerlustigen Deutschen die Moeglichkeit, mit einem working holiday visa ein Jahr in Neuseeland zu leben und zu arbeiten. Man kann also mal reinschnuppern, wie es sich in Neuseeland lebt und wie schwer oder leicht es ist, hier beruflich Fuss zu fassen. Einzelheiten ueber die working holiday visa koennen Sie bei der neuseelaendischen Botschaft in Berlin erfragen (http://www.nzembassy.com/home.cfm?c=1). Wenn es einem gefaellt und es beruflich klappt, dann kann man sich noch waehrend dieser Zeit um einen sog. Residence Permit (Dauer-Aufenthaltserlaubnis) bemuehen. Wem es nicht gefaellt, der hat wenigstens Auslandserfahrung und Englischkenntnisse gesammelt und kann sich dann wieder auf dem deutschen Arbeitsmarkt verdingen. Nachteil? Einziger Nachteil ist eigentlich, dass man die Karriere- und Verdienstmoeglichkeiten in Deutschland und Europa verpasst. Wer Karriere machen will, sollte nicht Neuseeland ins Auge fassen. Das sehen auch viele junge Neuseelaender so, die oft ins Ausland gehen, um dort Karriere und Geld zu machen.
Hier tuemmeln sich die meisten meiner Kunden. Oftmals motiviert vom Wunsch nach Wechsel. Man will raus aus dem Trott, sich beruflich oder geschaeftlich veraendern – und in letzter Zeit ganz oben auf der Liste: WEG AUS DEUTSCHLAND. Weg aus Deutschland, bevor es zu spaet ist, bevor man keine Kraft mehr hat, ganz neu anzufangen.
Auch vom Einwanderungsrecht ist das z.Zt. ein guter Zeitpunkt. Ein Beispiel “aus dem Leben”: Ein 39-jaehriger diplomierter Betriebswirt mit 10 Jahren Berufserfahrung und Englischkenntnissen, kann sich unter Umstaenden unter den z.Zt. geltenden Bedingungen anhand der sog. Skilled Migrant Category fuer den Residence Permit qualifizieren, ohne vor Antragstellung eine Arbeit nachweisen zu muessen.
Auch aus finanzieller Sicht oft ein guter Zeitpunkt. Viele bringen ein Startkapital von NZ$ 200.000 – 300.000 mit, ausreichend um sich hier in vielen Gegenden ein gutes Haus leisten zu koennen.
Eigentlich ein guter Zeitpunkt. Die Kinder sind vielleicht schon aus dem Haus, man hat unter Umstaenden ein gutes Kapitalpolster, was den Start in Neuseeland erleichtert. Die regelmaessigen Rentenzahlungen aus Deutschland stehen auch schon vor der Tuer, man ist also weitgehend finanziell unabhaengig.
Problem: Ab 45 wird es schwieriger, den Residence Permit zu bekommen. Man braucht in der Regel einen Job Offer, um sich unter der sog. Skilled Migrant Category fuer den Residence Permit qualifizieren. Auch unter der sog. Investor Category ist die Einwanderung noch unter 45 einfacher, sprich: “billiger”. Wenn man z.B. 10 Jahre Management-, bzw. Geschaeftserfahrung nachweisen kann, braucht man “nur” NZ$ 1 Million nachzuweisen, waehrend im Alter von z.B. 54 dann schon NZ$ 2 Millionen nachgewiesen werden muessen.
Unmoeglich? Nein, denn wenn man hier ein Jobangebot nachweisen kann, ist in der Regel auch der Residence Permit in Reichweite. Neuseeland hat zur Zeit die niedrigste Arbeitslosenquote in der entwickelten Welt: 3,6%!
Der Traum von vielen! Die Rente aus Deutschland beziehen und hier davon leben. Verglichen mit der neuseelaendischen Rente, sind die Renten der meisten Deutschen hoch. In Neuseeland gibt es eine Einheitsrente. Die betraegt bei Alleinstehenden ca. NZ$900 im Monat. Die meisten deutschen Rentner koennen hier sehr komfortabel von ihrer Rente leben.
Grosser Nachteil: Es gibt keinen Residence Permit fuer Rentner! Wer hier also seine deutsche Rente verleben will, muss sich entweder den Residence Permit in einem anderen Lebensabschnitt gesichert haben oder man kann entsprechendes Vermoegen nachweisen, um sich anhand der Investor Category zu qualifizieren, was allerdings nicht jedermanns Sache ist: Als 65- jaehriger muss man bei mindestens 10 Jahren Management-, bzw. Geschaeftserfahrung immerhin NZ$ 5 Millionen nachweisen. Kein Pappenstiel!
Fuer alle Rentner bietet sich allerdings eine Alternative, die manchen ganz gut gefaellt. Man kann mit einem einfachen Touristenvisum abwechselnd 6 Monate in Neuseeland und 6 Monate in der alten Heimat leben. Ein Leben ohne Winter also! Der Erwerb von Immobilien ist fuer Touristen, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, ohne Probleme moeglich.
Fazit: Jeder Lebensabschnitt hat seine Vor- und Nachteile. Freunde pauschalisierender Statements finden vielleicht Gefallen an: “Je einfacher das Leben in Neuseeland, desto schwieriger das Einwanderungsverfahren.” Ach ja, und fuer die, die es interessiert, ich war 32 als ich ausgewandert bin und fuehl(t)e mich wie ein junger Spund. Peter Hahn
Starkes Interesse aus Deutschland
Wenn man hier am anderen Ende der Welt sitzt, ist man immer wieder erstaunt, wie stark das Interesse aus Deutschland ist. Ergreifen wirklich soviele Deutsche die Flucht? Wollen wirklich soviele in Neuseeland leben? Eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter Neuseeland News-Lesern hat ergeben, dass Einwanderungsthemen und Schicksalsberichte deutscher Auswanderer ganz oben auf der redaktionellen Wunschliste stehen. Der Traum vom Auswandern wird auch von anderen Medien immer wieder gerne aufgegriffen - es hat sich eben rumgesprochen, dass sich sowas gut verkauft. Am auffälligsten war sicher die Titelgeschichte im Stern vom letzten Jahr, die im Internet immer noch abrufbar ist: http://www.stern.de/campus-karriere/arbeit/index.html?id=507274&nv=sb
Selbst hochspezialisierte Zeitschriften wie Wirtschaft & Markt (http://www.wirtschaftundmarkt.de/ ), ein ostdeutsches Wirtschaftsmagazin, verleiten ihre Leser mit dem Artikel “Glücksucher in Auckland” dazu, von Neuseeland zu träumen. Aber nicht nur die Ossis träumen vom Auswandern! Scheinbar auch die doch eigentlich heimatverbundenen Bayern, denn wie sonst ließe sich erklären, dass der Radiosender “Bayern 3” gleich zweimal die Thematik aufgegriffen hat? Wenn man Gerüchten glauben will, dann wird auch demnächst in der “Süddeutschen Zeitung” ein längerer Beitrag über Neuseeland-Auswanderer erscheinen. Ob das Auswandern in der Traumphase bleibt, hängt in erster Linie von der Willensstärke und der Entschlußkraft des Einzelnen ab, einen deratig großen Schritt zu wagen. Und natürlich von der hiesigen Bürokratie! Ja, die gibt es hier auch, insbesondere im Einwanderungsrecht.
Das neuseeländische Einwanderungsrecht ist ein Spielball zwischen Politik, Wirtschaft und Bürokratie. Für Außenstehende muß es wie ein ständiges “Tür auf - Tür zu”-Spielchen erscheinen. Hier ist die Chronologie: November 2003, Tür zu. Im wahrsten Sinne des Wortes - es wurden keine Einwanderungsanträge mehr angenommen. Januar/Februar 2004, Einführung des neuen Einwanderungsrechts mit erheblichen Verschärfungen - in der Sache blieb die Tür verschlossen. Juni 2003: "Große Überraschung", keiner kommt rein! Juli 2003: Verkündung, dass die Einwandererquote von 45.000 auf 50.000 erhöht wird (obwohl die alte Quote zur Zeit deutlich unterschritten wird, mit weniger als 40.000 internationalen Einwanderern). Konsequenz dieser Verkündung war übrigens, dass die Aktienpreise von Fletcher Building, einer großen Baufirma, in die Höhe schossen.
Tendenziell sollte die Einwanderung in den nächsten Monaten also immer leichter werden, sonst sind die 50.000 wirklich nicht realisierbar. Soll man also am besten jetzt Haus und Hof verkaufen und nach Neuseeland übersiedeln? Die Verleitung ist sicher da, wenn die offiziellen Informationen einem vermitteln, dass man mit seinem Beruf und seinem Geld hier erwünscht ist. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn die offiziellen Wunschlisten von erwünschten Berufen sind nicht nur verwirrend, sondern verleiten vielfach auch zu falschen Erwartungshaltungen. So mußten z.B. viele IT-Spezialisten erfahren, dass sie zwar auf der Liste stehen, aber nach monatelanger Suche vor Ort in Neuseeland immer noch keinen Job in der Tasche hatten. Ohne Beziehungen klappt auch in Neuseeland nur sehr wenig. Wer sich böse Überraschungen ersparen will, sollte sich vorher lieber einem reality check unterziehen und prüfen, ob die Träume und Erwartungen sich umsetzen lassen, bzw. wo und wie man Abstriche machen muß.
Hahn-Artikel Süddeutsche Zeitung...
Für wen und warum?
Neuseeland hat sich weltweit als beliebtes Auswanderungsland etabliert. Die neuseeländische Regierung hat reagiert und kürzlich ein Einwanderungsrecht eingeführt, mit dem gezielt die besten Einwanderer nach Neuseeland gelockt werden sollen - alles natürlich zum wirtschaftlichen Vorteil Neuseelands.
Aber zunächst mal weg vom Wunschdenken der Behörden; was kann man denn als Einwanderer hier in Neuseeland erwarten? Wie lebt es sich in Neuseeland im Vergleich zu Deutschland? Zur Abschreckung und Veranschaulichung der Unterschiede, ein paar Klischees:
Hier kriegt man überhaupt kein vernünftiges Brot! Freundschaften mit Kiwis sind viel zu oberflächlich - man kann mit Kiwis überhaupt keine tiefe Freundschaften entwickeln. Die Häuser sind viel zu teuer - die sind alle nur aus Holz und Gips! Die Kiwis können alle nicht Autofahren! Auf Kiwis kann man sich nicht verlassen! In der Schule hier lernen die Kinder nichts.
Wen das jetzt abschreckt, sollte lieber nicht weiterlesen. Wer weiterliest und trotzdem an Neuseeland interessiert ist, sollte vielleicht der Versuchung widerstehen können, zu vergleichen. Es ist einfach anders hier - wenn auch vielleicht nicht so auffällig, als wenn man nach China auswandern wollte.
Es gibt natürlich auch positive Klischees: Neuseeländer sind alle freundlich und hilfsbereit. Neuseeland ist grün und sauber. Es gibt hier kaum Kriminalität. Das beste Land der Welt, um Kinder aufzuziehen. Neuseeland ist ein Paradies in der Südsee.
Was sind denn nun die Gründe, für eine Auswanderung nach Neuseeland? Wer fühlt sich hier wohl?
Die meisten meiner Kunden zieht es in erster Linie weg aus Deutschland. Dieses Phänomen, "Flucht aus Deutschland", war im letzten Jahr dem Stern sogar eine Titelgeschichte wert (http://www.stern.de/campus-karriere/arbeit/index.html?eid=507274&id=507260&nv=ex_L3_ct). Viele Deutsche sehen in Ihrer Heimat keine Zukunft mehr. Insbesondere Familien mit Kindern glauben, ihren Sprößlingen eine bessere Chance in Neuseeland bieten zu müssen.
Die Flucht ans andere Ende der Welt ist aber nicht die einzige Motivation, die viele Deutsche nach Neuseeland treibt. Es ist oftmals der Wunsch nach Wechsel, der in der deutschen Tretmühle den meisten unmöglich erscheint. Viele wollen einfach mal etwas anderes machen, wie z.B. einen anderen Beruf ausüben oder ein eigenes Geschäft aufbauen.
Dafür bietet Neuseeland in der Tat ein optimales Umfeld, denn es gibt wahrscheinlich nirgendwo in der westlichen Welt so viele "Small Businesses" wie hier. 85% aller Firmen haben nicht mehr als 5 Angestellte! Firmengründungen sind sehr einfach und unkompliziert. Allerdings darf man natürlich nicht vergessen, dass die Generierung von Umsätzen und Profiten auch nicht einfacher ist, als anderswo - u.U. sogar schwerer, denn hier gibt es sogut wie keine Subventionen und natürlich ist der Markt mit nur 4 Millionen Einwohnern sehr klein!
Beim Thema Geld, kommt man zu einem echten Vorteil Neuseelands. Ein guter Lifestyle (was man darunter versteht, bleibt der Phantasie der Leserschaft überlassen) ist hier sehr viel erschwinglicher als in Deutschland (oder Mallorca). Man braucht eben nicht ein sechsstelliges Jahreseinkommen, um wie König in Frankreich leben zu können. Schließlich kommt der durchschnittliche Neuseeländer mit einem Jahresgehalt von ca. NZ $ 35.000 aus! Welche Voraussetzungen muß man denn nun erfüllen, um in Neuseeland ein Aufenthaltsrecht zu bekommen? Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn anstatt die Einwanderungskriterien klar zu definieren, sammeln die neuseeländischen Einwanderungsbehörden seit Neuestem einfach Anträge über einen gewissen Zeitraum und suchen sich dann die besten Kandidaten heraus. Grundlage für die Auswahl ist ein Punktesystem, wo Kriterien wie Ausbildung, Job Offer in Neuseeland und Berufserfahrung bewertet werden. Außerdem werden gewisse Berufszweige erstmals bewußt bevorzugt. Auf der Wunschliste stehen ehrgeizige, möglichst junge Einwanderer mit nachgewiesenen Fähigkeiten in Biotechnologie, Computer Technologie, Design und anderen high-tech Bereichen. Andere Berufe werden zwar nicht ausgeschlossen, allerdings wird es für solche Kandidaten schwieriger, sich im Wettkampf um 45.000 Einwanderungsplätze zu behaupten.
Auf der Wunschliste stehen nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmer, die sich hier selbständig machen oder sich an neuseeländischen Geschäften beteiligen wollen. Millionäre sind auch willkommen, wenn sie mindestens NZ $ 1 Million in Neuseeland anlegen.
Woher soll man denn nun wissen, ob Neuseeland das richtige Land für einen ist? Vielleicht kann man diese Frage mit einem der wenigen Vorteile des neuen Einwanderungsrechts beantworten: Das seit Anfang 2004 geltende Einwanderungrecht ist so aufwendig und kompliziert, dass die, die sich davon nicht abschrecken lassen, wahrscheinlich genug positive Motivation und Energie mitbringen, um sich hier wirklich erfolgreich zu etablieren …
Regionale Unterschiede
Eines der am meisten publizierten neuen Ansätze des im Juli 2003 angekündigten neuen Einwanderungsrechts ist die "Anti-Auckland-Klausel". Danach sollen bewußt Einwanderer benachteiligt werden, die sich in Auckland ansiedeln wollen.
Die zum Jahreswechsel angekündigten Änderungen im Einwanderungsrecht sollen dazu beitragen, dass Auckland nicht noch mehr aus den Nähten platzt. Typischerweise zieht es Neuankömmlinge aus aller Welt nach Auckland, der größten Metropole Neuseelands mit den vermeintlich besten Gelegenheiten. Das hat zur Folge, dass die Hauspreise bisher unbekannte Höhen erreicht haben und dass man Verkehrsstaus hat, die man sonst nur aus Europa kennt. Täglich wird in den Medien von den Infrastrukturproblemen in Auckland und Umgebung berichtet.
Trotzdem sind andere Städte und Regionen neidisch auf die vielen Neuzugänge, die sich in Auckland niederlassen. Man erhofft sich Arbeitskräfte in Bereichen, wo es an Fachkräften mangelt, und natürlich Investitionen, Arbeitsplätze - kurz, alles Positive, womit Einwanderung in der Regel assoziiert wird.
Wie das alles funktionieren soll, kann zur Zeit nur vermutetet werden. Einzelheiten werden wir erfahren, wenn die genauen Inhalte der Gesetzesänderung im Dezember/ Januar bekannt werden. Trotzdem wirbt zum Beispiel Wellington jetzt schon kräftig um die begehrten Einwanderer. Dass man noch garnicht weiß, ob die Umworbenen vom Immigration Service auch reingelassen werden, scheint keinen zu stören. Man geht einfach davon aus, dass die, die hier Arbeit oder Geschäftsmöglichkeiten finden, auch reinkommen. Im August hatte sich alles, was Rang und Namen in lokaler Politik und Verwaltung hat, in Porirua bei Wellington zu einem Workshop getroffen, um herauszuarbeiten, wie man sich am besten als Einwanderungsdestination positioniert.
Das ganze hat darunter gelitten, dass lokale Unternehmer zwar eingeladen, aber kaum vertreten waren. Ebensowenig war hilfreich, dass man ja noch garnicht wußte, wie das neue Einwanderungsrecht aussehen wird - macht nichts, Hauptsache schonmal die Werbetrommel rühren! Und womit wirbt man? Natürlich mit den fantastischen Geschäfts- und Berufsmöglichkeiten hier. Interessiert? Schauen Sie sich einfach mal den folgendnen Link an: www.smartwellington.co.nz Smart Wellington, die Stadt der Kreativen und Innovativen! Ist da was dran? Die Abwanderung vieler großer und internationaler Firmen und Organisationen von Wellington nach Auckland hat dazu geführt, dass Wellington sich neu erfin-den mußte. Am bekanntesten sind seit “Der Herr der Ringe” und dank Peter Jackson sicherlich die Erfolge der Filmindustrie. Wellington wird zu Wellywood!
Ist es also smart, wenn man sich als kreativer und innovativer "Europaflüchtling" via moderner Datenübertragung aus der Ferne in Wellington bewirbt? Es ist vielleicht einen Versuch wert - aber schrauben Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch, denn es gehört schon eine gehörige Portion Glück dazu, fündig zu werden, es sei denn, Sie finden zufällig eine Stellenausschreibung, die auf Sie maßgeschneidert ist. Ganz schnell kann man da zu einer virtuellen Karteileiche werden. In der Regel gilt: ohne Beziehungen und lokale Kenntnisse ist eine Jobsuche meist erfolglos!
Ist es vielleicht smarter, sich als kreativer und innovativer Unternehmer in Wellington zu engagieren? Oder ist es zu riskant, sich in einem fremden Umfeld als Neuling selbständig zu machen? Die smarte Lösung liegt meines Erachtens in der Suche nach einer Geschäftsbeteiligung. Hier kann man für relativ wenig Geld viel Firma kaufen, denn die Firmen sind hier klein (über 85% der Firmen Neuseelands haben weniger als 5 Angestellte) und Kapital ist knapp.
Gilt das nur für Wellington? Nein, das ist eigentlich überall in Neuseeland genauso. Vielleicht ist die Regionalisierung des Einwanderungsrechts nur eine Wunschvorstellung allzu smarter Bürokraten und Politiker? Let's see what happens.
Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS
Disclaimer
Last updated 8 October 2008
|
ABENTEUER-TRIP DURCH AUSTRALIEN ZU GEWINNEN!
Mit etwas Glück können Sie das ultimative Australien-Abenteuer gewinnen, und zwar in Begleitung. Australien News »
FIDSCHI-FEATURE
Sehnsuchts-Inseln im glitzernden Sonnenlicht, kühlende Meeresbrisen, lächelnde Menschen und Nahrung im Überfluss. Aber Fidschi ist mehr. Fidschi-Feature »
MULTIMEDIA
Die Artikel stammen von Peter Hahn, einem ehemaligen Rechtsanwalt aus Berlin, der seit 15 Jahren in Wellington lebt und dort unter der Firma Hahn & Associates Ltd deutsche Einwanderer und Geschäftsleute berät. Detailliertere Auskünfte gibt es online: Auswandern mit Peter Hahn >
Zuflucht in Neuseeland
Warum, um Himmels willen, wandern Deutsche nach Neuseeland aus, fragen mich überrascht meine asiatischen Kunden, wenn ich ihnen erzähle, dass die meisten meiner Kunden aus Deutschland kommen. Deutschland ist doch die erfolgreiche Industrienation, wo die tollen Autos und die vielen Maschinen herkommen. Da gibts doch keinen Grund, auszuwandern!
Na ja, bei uns Deutschen ist das natürlich was ganz anderes … pflegte ich in der Regel auszuholen. Wir sind sozusagen Luxusauswanderer, die es eigentlich garnicht nötig haben und eben nur aus Gründen des Lifestyles nach Neuseeland kommen. Wir wollen raus aus dem Trott, das Leben genießen und mitleidig all die bedauern, die in Deutschland zurückgeblieben sind und sich dort abstrampeln.
Mittlerweile scheint mir meine Antwort überholt und nachbesserungsbedürftig. Noch Anfang der 90er Jahre verliebte sich der typische Neuseelandeinwanderer einfach nur in Land und Leute und ist dann möglicherweise tatsächlich ausgewandert. Oft hat auch der Drang nach Wechsel eine Rolle gespielt. Innerhalb des Systems Deutschland konnte man nicht so einfach ausbrechen, um Karriere oder Lebensstil zu wechseln. Deshalb war es letztlich einfacher, dafür ans andere Ende der Welt zu ziehen.
Dann flogen zwei Flugzeuge in die Twin Towers und auf einmal lockte das andere Ende der Welt als sicherer Fluchtort. Nicht nur Deutsche, sondern Auswanderer aus der ganzen westlichen Welt sehen seitdem Neuseeland als sichere Zuflucht für Kinder und Familie.
Seit kurzem aber zeichnet sich in Deutschland ein neuer Trend ab. Es fällt mittlerweile sogar in Deutschland auf, dass viele weggehen und noch mehr wegwollen. Das Thema war dem Stern-Magazin sogar eine Titelgeschichte wert: "Der Traum vom Auswandern" STERN >
Angst vor Stillstand
Im Editorial werden Parallelen gezogen zur Hungersnot in Irland im 19. Jahrhundert und dem darauf folgenden Exodus vieler Iren nach Kanada und Amerika. So schlimm sei es dann doch nicht, wird zwar wenige Zeilen später eingeraümt, aber statt der Angst vor der "Kartoffelkrankheit" identifiziert der Stern in Deutschland im 21. Jahrhundert die Angst vor dem Stillstand als Fluchtgrund.
Da ist was Wahres dran! Trotz all meiner Warnungen, dass man nach Neuseeland nicht aus Karrieregründen auswandern sollte, erhalte ich immer mehr ernsthafte Anfragen von Deutschen, die in Deutschland beruflich einfach keine Zukunft mehr sehen. Es geht ihnen um die Existenz und nicht um den Lifestyle. Viele haben Angst um ihre Stelle oder um Ihr Geschäft und haben in manchen Fällen sogar schon Ihre Arbeit verloren. Neuerdings kommen sogar Anfragen von Fußballprofis! Wer hätte das gedacht!?
Ich weiß jetzt schon, dass mir meine asiatischen Freunde nicht glauben werden, wenn ich von deutschen Wirtschaftsflüchtlingen rede. Es ist wahrscheinlich einfacher, wenn ich es einfach bei meiner Mär vom Luxuseinwanderer belasse. Aber was rate ich nur meinen Wirtschaftsflüchtlingen aus Deutschland? Es ist nicht einfach, realistische Erwartungen bei Kunden zu schaffen, die von existentieller Angst befallen sind. Wer hört schon gerne das Wort der Vernunft, wenn man eigentlich nur wegrennen will. Aber vielleicht sind die deutschen Flüchtlinge ja genauso drauf wie die Asiaten und machen es der Kinder wegen. Damit es die nächste Generation einfacher hat … only time will tell …
STERN-Artikel >
|
 |