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City der Kontraste
Auckland ist anders. Nicht nur weil das alle sagen. Das ist wirklich so. An keiner Stelle in Neuseeland ist das Verhältnis der Zeit, die man im Auto verbringt, und des Weges, den man in selbiger zurücklegt, so schlecht. An keiner Stelle ist die Chance innerhalb von einer Stunde nass und dann wieder trocken zu werden so aussichtsreich. Und an keiner Stelle macht das Radfahren weniger Spaß. Steile Straßenschluchten ziehen sich durch glitzernde Hochhauspalisaden. Verschwommene Bilder von Karl Malden und Michael Douglas, die bei ihren wilden Gangsterjagden einst über die Hügel von San Francisco flogen, untermalen den Rausch der Reize in dieser City. Queen Street, High Street - Shops, Boutiquen, Restaurants, Museen, Banken und Menschen. An keiner Stelle Neuseelands ist die Chance, einen Menschen zu sehen, größer als in Auckland. Sie liegt bei 100 Prozent.
Aus dem einst schmucklosen Fischerhafen an einer Meerenge zwischen Tasman See und Pazifik ist die Metropole Neuseelands geworden. Eine Stadt mit vielen Gesichtern, eine Stadt der Gegensätze, eine spannende Stadt in einem gewaltigen sozio-kulturellen Wandel. Um 49 Menschen wächst Auckland jeden Tag. 1,5 Millionen leben in der Region. Also nahezu jeder dritte Neuseeländer. 2050 werden es zwei Millionen sein. Auf einer Fläche, die 2 Prozent des Landes ausmacht. Auckland hat das bunteste Gesicht Neuseelands. 68 Prozent haben europäischen Ursprung, im Vergleich zu 80 Prozent im nationalen Durchschnitt. 14 Prozent sind aus dem Pazifik und 12 Prozent Maori.
Wie sieht es also aus, das Auckland? Für den Rest des Landes, das Auckland als fremdes Wesen aus einer anderen Welt betrachtet, ist das klar: Das ist der weiße Kaffeesüchtige Fashion-Junkie, der mit Mobiltelefon am Ohr in einem der eigenwilligen Bars oder Cafés in den In-Vierteln City, Ponsonby oder Parnell zuerst seine Aktien und dann sein Leben diskutiert. Bei einem Besuch im Vorort Manukau City beispielsweise wäre dieser Stereotyp soweit weg wie die Erde vom Mond. Die "City of the Future" im Süden Aucklands ist anders. Auf den Otara-Märkten, die jeden Samstagmorgen stattfinden, wird das klar.
Ein buntes Treiben wie auf einer Pazifik-Insel, wo vor allem das Essen im Vordergrund steht. Melonen, Mangos, Bananen, Kokosnüsse und Fleisch in allen Variationen. Die Menschen hier kommen von Samoa, Tahiti, Tonga, Cook Islands, Vanuatu. In Manukau ist Samoanisch nach Englisch die zweitwichtigste Sprache. Zurück in der K-Road, im Nabel der City, spricht man wieder Englisch. Die K-Road ist eine der charakterstärksten Straßen Aucklands. Mit Clubs, alternativen Bars, Second Hand-Shops, dubiosen Spelunken und irischen Pubs, schmuddeligen Sex-Shops, chinesischen Feinkostläden und Cafés, die ökologischen Kaffee anbieten.
 Foto Tourism Auckland: Café-Szene downtown Auckland, Viaduct Hafen |
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Ein Gefühl wie in New Yorks Greenwich Village, dem Pariser Quartier Latin, Berlins Prenzlauer Berg oder St. Paulis Reeperbahn. Die K-Road lebt vor allem in der Dämmerung. Der Viaduct Hafen ist der millionenschwere Stolz der City, die nun endlich ihrem Ziel ein Stückchen näher gekommen ist. Dem ewigen Kontrahenten Sydney den Rang als Pazifik-Metropole streitig zu machen. Gerade zurzeit des America´s Cup ist das hochglanzpolierte Hafen-Becken die Arena der Milliardäre und Millionäre, der Stars und Sternchen, der Flanierer und Gigolos. Bar reiht sich an Bar. Restaurant an Restaurant. Hotel an Hotel. Dazwischen die persilweißen und chromeveredelten Dick-Yachten der Superreichen, angestrahlt im kühlen Halogen und im kalten Mondschein.
Aber den Mond sieht man am besten vom Mount Eden, der höchsten Erhebung Aucklands, gleichzeitig der Name für das selbst ernannte Künstlerviertel rund um die Mount Eden Shops mit Schweizer Bäckerei, deutschem Restaurant oder belgischem Pub und den verwinkelten neokolonialen Holz-Villen. Parallel läuft die Dominion Road, eine Straße von der berühmten Kiwi-Band "The Mutton Birds" für immer in einem Song verewigt - und hatte man eben mal wieder das Gefühl bei Kaffee und Kuchen, Bacon and Eggs irgendwie in England zu sein, dreht sich der Globus nun wieder in Richtung Asien.
Die kilometerlange Straße ist fest in chinesischer und indischer Hand. Es riecht nach Chili und Soya, Hühner hängen in den Schaufenstern, Reissäcke stapeln sich an den mit einstöckigen Häusern bebauten Straßen. Es herrscht quirlige Geschäftigkeit. Dazwischen skurrile Antik-Läden, die den Charme von Muff und Moder versprühen. Etwas weiter eine russisch-orthodoxe Kirche oder ein Hindu-Tempel, zwischen Rugby-Feld und Bowling-Club, Internet-Spielhöllen und Fish and Chips.
Der Westen Aucklands wiederum ist das Heim des working class-Kiwi, dem "Westy", der mit aufgemotzten Autos in der Nacht durch die K-Road heizt oder beim Grillen mit seiner Familie sein Lion Red-Bier genießt. Auf Waiheke-Island, einer der vielen Inseln vor Auckland, lebt der Alternative im Einklang mit Grün und Gott. Und in Howick die oberen Zehntausend, auf gewaltigen Grundstücken mit gewaltigem Blick auf die gewaltig schönen Buchten im ewig blauen Hauraki Golf.
Auckland hat noch mehr Gesichter und sie sind alle anders. Anders als Neuseelands Gesicht. Das ist aber nie weit weg. Die Wege zur Einsamkeit mit Wind und Wasser, zum Bungee-Sprung, zur richtigen Welle und zum Segel-Törn, zur Schaf-Farm und zu Weinberg, zu Palmen, Felsen und Sand, zu Kiwi, Wal und Delfin - diese Wege sind nie weit in Auckland. Ingo Petz
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Last updated 14 August 2009
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Unvergessliche Reise von Auckland zur Bay of Islands
Warum nicht im nächsten Urlaub Teil der Besatzung der Lion New Zealand für eine unvergessliche Reise zwischen Auckland und den Bay of Islands werden? Die Jacht ist die wohl am bekannteste in ihrer Klasse und wurde von dem berühmten Sir Peter Blake erbaut. Lion war seine Eintragung im Whitbread Round the World Yacht Race in 1985/86, und er gewann damit die hoch geschätzte Regatta von Sydney nach Hobart in 1984. Die Jacht gehört jetzt Explore NZ, zu welcher Firma auch Sail NZ gehört. Das Schiff wurde so restauriert, wie es ursprünglich in diesen Regatten gesegelt ist. Über 120 Seemeilen bietet sie das ultimative Erlebnis für Passagiere entlang der wunderschönen Küste der Nordinsel.
Während der drei Tage und zwei Nächte an Board sind alle Unterkünfte, Mahlzeiten und Aktivitäten im Gesamt-Preis des Törns inbegriffen. Ebenso Aktivitäten wie Spaziergänge im Busch, Angeln, Schwimmen, oder Schnorcheln bei den Poor Knights Islands (wetterbedingt). Diese Inseln wurden vom internationalen Meeresforscher Jacques Cousteau als eine der 10 besten Tauchplätze der Welt gewertet. Auf Wunsch können Passagiere beim Segeln und der Navigation dieser kraftvollen Jacht mithelfen, oder einfach zurücklehnen und entspannen. Für die Törns ist keine Segelerfahrung erforderlich, es wird aber erwartet, dass die Passagiere einen gewissen Abenteuergeist besitzen und gerne als Team zusammenarbeiten. Die Reise ist sehr dynamisch und unterschiedeidet sich dadurch von anderen See-Reisen in Neuseeland. Lion legt in Auckland an Samstagen ab und kommt von den Bay of Islands montags zurück. Explore NZ...
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