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NEUSEELANDEin Überblick
Godzone - so nennen die Neuseeländer ihr Land. Kein Kiwi läßt sich die tief verwurzelte Überzeugung nehmen, in Gottes eigenem Land zu leben. Und wer ihr Land kennengelernt hat, wird diese Überzeugung zumindest teilweise nachvollziehen können. Neuseeland liegt am südwestlichen Rand des Pazifiks, des größten Ozeans der Welt, der nahezu ein Drittel der Erdoberfläche bedeckt. Die beiden großen Inseln, aus denen Neuseeland im wesentlichen besteht, sind etwa gleich weit von Äquator und Südpol entfernt (jeweils rund 5000 Kilometer). Wenn man sich in Neuseeland wohlfühlen will, sollte man sich von einigen weit verbreiteten Vorstellungen trennen. Zunächst einmal ist dies kein tropisches Land und schon gar nicht die Südsee. Nach über 20 Stunden Flug kommt man in ein mehr oder weniger europäisches Land, was die Landschaften, das Klima und die Lebensweise der Menschen betrifft. Nur die Jahreszeiten sind entgegengesetzt zu Deutschland. Häufig wird auch die Größe des Landes unterschätzt. Die beiden kleinen Inseln am unteren Rand der Weltkarte entpuppen sich mit einer Landfläche von rund 270.000 qkm als etwa so groß wie die alten deutschen Bundesländer. Ausgedehnte Berg- und Hügellandschaften, viele Seen und Flüsse sowie eine buchtenreiche, außergewöhnlich lange Küstenlinie bestimmen die beiden großen Inseln. Geologisch gesehen ist Neuseeland noch relativ jung, der Großteil der heutigen Landschaft entstand erst in den letzten 20 Millionen Jahren, Vulkane sind noch heute aktiv. BesiedelungNeuseeland wurde vor etwa 1200 Jahren erstmals von Polynesiern besiedelt, die mit ihren Segelkanus von den Gesellschaftsinseln im heutigen Französisch-Polynesien (Tahiti) kamen. Sie begründeten die neuseeländische Maori-Kultur mit einem Sozialsystem, das auf Großfamilien und einer Häuptlingsaristokratie basierte, ähnlich den Kulturen der Südseeinseln. Der erste Europäer, der Neuseeland sichtete, war im Jahr 1642 der Holländer Abel Tasman. Der Engländer James Cook kartographierte zwischen 1768 und 1779 die gesamte Küstenlinie. Ende des 18. Jahrhunderts begann die Besiedelung durch Europäer, vornehmlich Engländer, die gegen den fast hundert Jahre dauernden heftigen Widerstand der Maori durchgesetzt wurde. 1840 wurde Neuseeland britische Kronkolonie, 1947 erlangte es volle Souveränität, ist formell jedoch bis heute dem englischen Königshaus untertan. KlimaNeuseelands angenehmes Klima ist vom Meer WirtschaftVon den etwas über 4 Millionen Einwohnern leben fast Dreiviertel auf der Nordinsel, im Schnitt hat Neuseeland mit rund 13 Einwohnern pro Quadratkilometer eine der niedrigsten Bevölkerungsdichten der Welt. 78 Prozent der Einwohner sind europäischer Abstammung, 15 Prozent sind Maori. Bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts bildeten die Landwirtschaft und der Export von Fleisch, Milchprodukten und Wolle die wichtigsten Wirtschaftszweige. Erst in jüngster Zeit kamen Tourismus, Forstwirtschaft, Fischerei und einige Kleinindustrien hinzu. Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel. Sie liegt an der Ostküste am Rande der Canterbury Plains. Im Osten trennt die Hügelkette der Port Hills die Stadt von ihrem natürlichen Hafen Lyttleton. Den Beinamen Garden City verdient die Stadt zurecht, ca. 20 Prozent der Stadtfläche bestehen aus Parks und Grünflächen. Vor allem aber ist Christchurch die englischste Stadt Neuseelands. Die Architektur der Altstadt mit ihren neugotischen Steingebäuden und Kirchen geben der Stadt ein romantisches mittelalterliches Flair. TourismusDas touristische Potential Neuseelands liegt vor allem in seinen unberührten Naturlandschaften, deren Vielfalt von gletscherbedeckten Hochgebirgen bis zu tropischen Sandstränden reicht. Freiluftaktivitäten, die man heute unter den Schlagworten Outdoor oder Adventure zusammenfasst, bilden das Gros des touristischen Angebots. Ein dichtes Netz von Wanderwegen und Bergtouren führt durch die Nationalparks beider Inseln; viele Flüsse und Seen sowie eine buchtenreiche Küstenlinie bilden ideale Reviere für alle Arten von Wassersport. Pflanzen- und Vogelliebhaber kommen in Neuseeland ebenso auf ihre Kosten wie Angler und Jäger. Trotz der teilweise dünnen Besiedelung ist die touristische Infrastruktur gut entwickelt und ausgesprochen vielfältig. Über ein gut ausgebautes Straßennetz und ein flächendeckendes Angebot regionaler Flüge, Busverbindungen und Wassertransportmittel läßt sich nahezu jeder Winkel Neuseelands erkunden. Sowohl die Zahl als auch die Qualität der Unterkünfte und Restaurants hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. > Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS |
Nord- oder Südinsel?Häufig wird die Größe des Landes unterschätzt. Die beiden kleinen Inseln am unteren Rand der Weltkarte entpuppen sich in der Praxis als ein Reiseland so groß wie die alte Bundesrepublik. Wer nur vom Nord- zum Südkap fahren will, muß rund 2.000 Straßenkilometer bewältigen. Wer das ganze Land in drei Wochen abfahren will, wird nicht viel Zeit zum Innehalten und Genießen haben. Besser ist es da schon, sich auf eine der beiden großen Inseln zu beschränken oder zumindest Schwerpunkte zu setzen. Zum grundsätzlichen Unterschied von Nord- und Südinsel nur soviel: Wer Strände und Wassersport liebt, ist auf der wärmeren Nordinsel besser aufgehoben. Wer Berge, Seen und lange Wanderungen schätzt, findet auf der Südinsel sein Revier. Ansonsten bietet jede der beiden Inseln soviel Aktivitäten in freier Natur, daß diese in nur einem Urlaub nie ausgeschöpft werden können. Was gibt´s zu tun?14 Nationalparks, 14000 km Küste, kilometerlange Strände und Sanddünen, ausgedehnte Regenwälder, unzählige Seen, mehr als 60 Gletscher, Fjorde und Hochgebirge mit mehreren Dreitausendern lassen Spielraum für jede Art von Urlaub: Tagelang Wandern in einem der Nationalparks. - Auf über 450 Golfplätzen den Schläger schwingen. - Mit dem Motorrad oder Fahrrad durchs Land. - Urlaub hoch zu Ross mit Tages- oder Mehrtagestouren. - Forellen- und Lachsfischen in einem der zahlreichen Flüsse. - Durch die Weinregionen touren und sich in erstklassigen Restaurants verwöhnen lassen. - Faulenzen an kilometerlangen Sandstränden. - Im Kajak, Segel- oder Motorboot entlang endloser Küste und in einsamen Buchten ankern. - Tauchen in den fischreichen Gewässern. - Skifahren und Langlaufen im neuseeländischen Winter. - Natur pur: Schwimmen mit Delphinen und Robben, Wale beobachten, Besuche von Vogel- und Pinguinkolonien. - Abenteuer pur: Bungy Jumping, River Rafting, Wildwasserfahrten, Gleitfliegen, Abseiling, Jetboat-Fahren… die Liste ist endlos. Pflanzen- und TierweltFlora und Fauna sind durch viele endemische Arten geprägt, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Ausgedehnte Weideflächen, dichter Bush und Reste von Regenwald bedecken die Landschaft, in der immergrüne Pflanzen vorherrschen. Die Vogelwelt ist ausgesprochen artenreich, während die wenigen Säugetierarten großenteils eingeführt sind. Die Gewässer rund um die Inseln sind reich an Meerestieren aller Art. |
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