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MANAWATU

Ein verstecktes Neuseeland-Idyll

Der Highway 1 südlich von Waiouru - die Verlängerung der Desert Road zwischen Turangi und Waiouru - hat außer dem Flat Hills Café mit Jet Sprint und dem Café im Flugzeug in Mangaweka dem Reisenden nicht viel Aufregendes zu bieten, so scheint es. Kein Wunder, daß viele Besucher nicht selten in einem Rutsch von Turangi nach Wellington eilen. Doch wer ein bißchen tiefer blickt, entdeckt unweit des Highway 1 eine Welt voll ländlicher Idylle in vollkommener Abgeschiedenheit und fast gänzlich unbeleckt von jedwedem Tourismus - das wahre Neuseelanderlebnis! Wer die Abgeschiedenheit liebt, jedoch auch ein bißchen Nervenkitzel, dem sei River Valley empfohlen. Eine Schotterstraße, die von Taihape ostwärts führt (am besten bei der Touriinfo fragen!), bringt Abenteuerlustige in etwa einer halben Auto-Stunde in diese Wildnis. Niemand würde am Ende der Straße den River Valley Backpacker, der eigentlich eine Rafting Lodge ist, vermuten. Wasserratten werden hier mit Ausrüstung und Paddeln versehen und flußaufwärts transportiert, von wo aus sie der Fluß nach einigen zu bestehenden Abenteuern direkt wieder an der Lodge absetzt. Von hier startet auch jeden Abend eine Gruppe zum Bungy Komplex für einen stimmungsvollen Nachtsprung. Wagemutige können sich 80 Meter tief in die wunderschöne Schlucht des Rangitikei Rivers stürzen. Weitere haarsträubende Abenteuer, die sich noch im Bau befinden, ist eine Seilbahn, die die Schlucht der Länge nach durchfährt und dabei Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h erreicht. Der Mokai High Time Bungy kann jedoch auch direkt vom Highway 1 in 15 Minuten über eine Schotterstrasse erreicht werden und ist allemal einen Abstecher wert. Steil fallen die Kalksteinwände an beiden Seiten der Schlucht ab und geben den Blick frei auf das grüne Band des Flusses, dessen Farbe vom Grün der Bäume und Büsche ringsum tausendfach zurückgeworfen wird. Allein der Anblick macht atemlos. Diese Bungy Site zählt zu einer der schönsten in ganz Neuseeland. Ein eigens hierfür konstruierter Sessellift - einer der ersten dieser Art weltweit - befördert die Adrenalin-Junkies nach dem Sprung wieder zurück auf die Brücke. Zurück auf dem Highway 1 hat Neuseeland eine der wenigen Jet Sprint Anlagen zu bieten, die je für den Tourismus gebaut wurden. Jet Sprinting unterscheidet sich grundlegend vom Jet-Boot fahren. Der Jet Sprint hat in etwa dieselbe Beschleunigung wie ein Formel 1 Rennwagen und ist in wenigen Sekunden auf 150km/h. Im Flat Hills Park, 8 km südlich von dem kleinen Örtchen Mangaweka, kommen "Petrolheads", wie Motorsportfanatiker in Neuseeland scherzhaft genannt werden, voll auf ihre Kosten. Wer jedoch weiterhin unserer Alternativroute folgen möchte, sollte nun etwa 10 km zurück bzw. nördlich fahren, um hinter Mangaweka, besser bekannt als das Städtchen mit dem Café im Flugzeug(eine alte DC 3), die Abzweigung nach "Rangiwahia" zu nehmen. Keine Sorge, nur die ersten 7 Kilometer dieser Straße sind ungeteert. Die landschaftliche Schönheit dieser Strecke, die sich durch hügeliges Farmland windet, wird Reisende in ihren Bann ziehen. >

MANAWATU RIVER

Nervenkitzel mit Humor

Wer sich mit Ross und seinem sympathischen Team auf eine Flußfahrt den ruhigen Manawatu River hinunter begibt, der erlebt neben der Schönheit der Schlucht und dem Spaß am Paddeln eine gute Portion des besten Kiwi-Humors. Keinen Moment kann Ross ernst bleiben. Sein Gelächter schallt durch die Schlucht, bricht sich an beiden Wänden und kehrt wieder zu uns zurück. Auf meine Frage, wie lange er schon paddele, gluckst Ross "seit letztem Dezember." Ausnahmsweise bleibt er dabei völlig ernst. Aber an der Art wie er mein hilflos trudelndes Kajak (ich kann mit Einzelsitzern einfach nicht umgehen) packt und mich immer wieder in eine gute Position schiebt, damit mich die nächste Stromschnelle nicht verschluckt, erkenne ich einige Übung. Manchmal, wenn die nächste Stromschnelle "a good one" ist, hält er an meinem Kajak fest und wir raften sicher mit beiden Kajaks durch das sprudelnde Wasser. Doch die allerbeste Stromschnelle auf dem Manawatu ist White Horse und die kommt noch. Die Frage, ob wir paddeln oder raften, wenn wir bei White Horse angekommen sind, scheint eine zentrale Frage unserers Ausflugs zu sein. White Horse, so erklärt Ross mir, sackt auf wenigen hundert Metern ganze sieben (7!) Meter ab. Genug, um mir ein gewisses Unwohlsein - andere nennen es Nervenkitzel - zu verschaffen, wann immer der Name fällt. Die Sonne scheint, aber die Temperaturen sind derart spätwinterlich, daß keinem von uns der Sinn nach einem Bad in den eiskalten Fluten steht. "Jetzt!" ruft Ross und greift nach meinem Kajak, neben mir kommen die anderen längsseits und klammern sich an uns fest. Wie über eine Wasserkante fahren wir in den White Horse ein. Das sprudelnde Wasser kräuselt sich in Wellen und Strudeln, die wenigstens einen halben Meter hoch sein müssen. Wie in einer riesigen Waschmaschine werden wir hin und her geworfen und der Fluß schafft es mühelos, unsere Kajaks umzudrehen. Rückwärts poltern wir nun von einem Strudel in den nächsten und weil wir nicht sehen können, was uns erwartet, schreien wir, was das Zeug hält. Die wasserhaltige Achterbahn dauert eine ganze Weile, dann gleiten wir in ruhigere Gewässer. Zusammen mit dem Jet-Boot Betreiber und Peter von den Vierrädrigen Motorrad-Safaris Go 4 Wheel baut Ross mit “Crack It” gerade eine "Action-Combo" auf, wobei Teilnehmer wertvolle Prozente erhalten.

MANAWATU-INFOS
Lage: Manawatu ist die Bezeichnung einer Region, die im südlichen Bereich der Zentralen Nordinsel liegt. Sie zieht sich von Mangaweka am Highway 1 im Norden bis hinunter nach Foxton, von Marton im Westen bis nach Woodville im Osten. Palmerston North ist mit seinen ca. 73 000 Einwohnern die größte Stadt, gefolgt von Feilding und Ashhurst. Verkehrsknotenpunkt mit internationalem Flughafen, Handelszentrum, Mittelpunkt einer großen Farmgegend und Universitätsstadt. An der Westküste in Wanganui mündet der Whanganui River in das Meer. Die Straße entlang dieses Flusses, sowie Kanu- und Jetboottouren auf dem Flußlauf, gehören mit zu den großen Naturattraktionen in diesem Bereich. Attraktionen: In Palmerston North das Te Manawa Museum und die Manawatu Gallerie mit Sammlungen zeitgenössischer neuseeländischer Künstler, sind sehr sehenswert. Viel Wissenswertes aus der Rugby-Welt offeriert das Rugby Museum. Kaum zu glauben ist, das Deutschland schon einmal eine Rugby Nation war und bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris die Siber Medaille gewann. Näheres dazu unter: www.rugbymuseum.co.nz Ein Stadtbummel in Palmerston North bietet sehr gute Einkaufsmöglichkeiten, viele Cafes, Bars, Nachtclubs, ein Theater und ein Multiplex Kino. Unterkünfte: Alle Kategorien stehen zur Auswahl. Von sehr guten Hotels, über Motels, kleinen B&B und einigen Backpackers. Veranstaltungskalender: Manawatu...


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Last updated 12 August 2011


Foto: Manawatu Gorge (Schlucht)

Fluss älter als Gebirge

Farmhäuser laden hin und wieder zur Übernachtung, dem sogenannten "Farmstay" ein, wie etwa das Hodd Cottage und das Mairenui Retreat. Weitere 10 km südlich stoßen Reisende mit dem Kimbolton Rhododendron Garten auf eine wunderschöne Anlage. Wohl dem, der nun noch eine weitere Nacht Zeit hat für ein ganz und gar ungewöhnliches Naturerlebnis während eines Aufenthalt auf der Makoura Lodge ein Stück hinter Apiti. Hier - fernab von jeglicher Zivilisation - läßt es sich herrlich fischen, jagen oder einen Ausflug zu Pferd oder Fuß in die nahegelegenen Ruahine Berge machen. Wenige Kilometer nach dem Rhododendron Garten und noch vor Kimbolten geht der Abzweig nach Apiti links ab. Als nächstes sollte ein Besuch auf einer der beiden Kräuterfarmen der Gegenden nicht fehlen. Die Region um Palmerston North, auch Manawatu nach dem gleichnamigen Fluß benannt, ist gerade dabei, sich international einen Namen zu machen mit den natürlichen Essenzen, die hier gewonnen werden. Der "Fragrant Garden" zum Beispiel ist ein Kräutergarten, der etwa 350 verschiedene Kräuter aus aller Welt anbaut und seine eigenen Produkte hieraus erstellt. Palmerston North, die größte Stadt der Region, ist vor allen Dingen berühmt für seine Bildungseinrichtungen und beherbergt die größte Universität des Landes sowie das international anerkannte South Pacific College. Für Sportfans ist das Rugby-Museum ein Muß, sowie ein Besuch im nationalen Rugby-Trainingslager. Wem der Sinn nach Ruhe in den eigenen vier Wänden und ein bißchen Luxus im italienischen Stil steht, der sollte die Villa "The Palm & Oaks" ansteuern. Die Villa eignet sich vortrefflich als Ausgangsbasis für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Bei einem Besuch in Manawatu darf natürlich die Manawatu Gorge östlich von "Palmi", wie Palmerston North im hiesigen Dialekt heißt, nicht fehlen. Der Fluß Manawatu ist einer von nur ganz wenigen weltweit, die von Osten nach Westen fließen. Er kämpft sich zudem quer durch das Tararua Gebirge, was höchst ungewöhnlich ist. Es wird daher angenommen, daß der Fluß älter als das Gebirge ist, das bei einem Erdbeben entstanden sein muß. Die Legende besagt, daß ein Maori-Häuptling, der den Fluß überqueren wollte, wegen der Wassermassen "Mana-wa -tu" - "mein Herz steht still" ausgerufen hat. Unweit der Manawatu Gorge befindet sich mit dem ländlichen Ort "Ballance" ein wahres Kleinod. Hier gibt es ein idyllisches Café, herrliche Ausflüge mit einem vierrädrigen Motorrad(Quads) oder Jeep in die umliegenden Berge mit Rundum-Ausblicken über die Gegend.

Foto: Nervenkitzel auf dem Manawatu Fluß