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QUEENSTOWN & LAKE WAKATIPU

Dampfschiff TSS Earnslaw wird 100!

Die TSS Earnslaw gehört zum Stadtbild von Queenstown wie der See Wakatipu und das obligatorische Bungy-Jumping. Nur einmal in der hundertjährigen Geschichte des flotten Dampfers hatte der Kreuzfahrtanbieter Real Journeys versucht, die betagte Dame in Ruhestand zu schicken. Doch der lautstarke Protest der Queenstowner hatte dazu geführt, dass diese Entscheidung schleunigst zurückgenommen wurde. Stattdessen wird das nautische Symbol der Stadt nun jedes Jahr bis ins kleinste Detail in vier langen Wochen generalüberholt, während dessen die Stadt ohne das freundliche Tuten des Schiffshorns auskommen muss.

Dieses Jahr feiert die TSS Earnslaw ihr 100. Jubiläum seit ihrer offiziellen Jungfernfahrt am 18. Oktober 1912. Nicht weniger als 200 geladene Gäste hatten die Earnslaw auf ihrer Fahrt von Kingston am südlichen Ende des Sees Wakatipu nach Queenstown begleitet.  In Queenstown hatten Tausende der Earnslaw am Seeufer zugejubelt. Der Tag war als Feiertag erklärt worden und insgesamt 500 Menschen drängten sich auf den Schiffsdecks des Dampfers, um bei der Sonderfahrt nach Glenorchy dabei zu sein.

In den nächsten 40 Jahren Jahren pendelte die Earnslaw auf dem S-förmigen See unterstützt von 3 weiteren Dampfern, die die abgelegenen Hochlandfarmen miteinander verbanden. Neben Passagieren transportierten sie so ziemlich alles, was zum Leben gebraucht wurde, einschliesslich Schafen und Rindern. Nach dem Bau der Strasse von Kingston nach Queenstown im Jahr 1936, blieb die Earnslaw als einziger Dampfer auf dem See übrig. Montags, mittwochs und freitags klapperte die Earnslaw die Hochlandfarmen am Nordende des Sees ab, darunter Walter Peak, Mt. Nicholas, Mt Creighton, Elfin Bay, Greenstone, Glenorchy und Kinloch, wo sie unter anderem Touristen zu den berühmten Wanderwegen Routeburn, Greenstone und Caples brachte. Nachmittags kehrte sie nach Queenstown zurück. Dienstags und donnerstags fuhr die Earnslaw die andere Route zum Südende des Sees nach Kingston, wo sie Passagieren Anschluss an die Eisenbahnlinie des Kingston Flyers nach Dunedin gewährte.

Die Earnslaw war ursprünglich in Dunedin speziell für NZ Railways (NZR) gebaut und in Einzelteilen per Eisenbahn nach Kingston transportiert worden, wo sie 1912 zusammengebaut wurde.
In den 60er Jahren war die Schiffslinie für NZR nicht mehr rentabel und der Earnslaw drohte das Aus. Der Tourismusanbieter Real Journeys (damals unter dem Namen Fiordland Travel) sprang in die Bresche und übernahm die Schiffsroute am 12. Dezember 1969.  Seitdem ziert der markante rote Schornstein ungetrübt das Stadtbild, wenn die Earnslaw in einer eleganten Kurve am Bootssteg in der Innenstadt anlegt. TH

Fotos Real Journeys: Dampfschiff TSS Earnslaw auf dem Wakatipu See bei Queenstown

WANDERN AM LAKE WAKATIPU

Time-Walk durch Zeit-Epochen

Queenstown ist zweifelsohne die Abenteuer- und Adrenalin-Hauptstadt Neuseelands! Besucher aus aller Welt springen hier von Brücken und aus Flugzeugen, lassen sich an Stahlseilen in Schwebezustände katapultieren oder durch tosende Flüsse schwemmen. Die kleine Stadt pulsiert im Actionrausch und zieht Touristen und Investoren gleichermaßen an: ein neues Hotel hier, eine neue "Je-mehr-Adrenalin-desto-besser"-Attraktivität da.

Doch irgendwo zwischen all der Action, die Touristenherzen scheinbar höher schlagen lassen, hat sich Queenstown trotz allem seinen Charme bewahrt. Die Lage am Lake Wakatipu umsäumt von Bergen ist atemberaubend und lässt viele von Queenstown als der am schönsten gelegenen Stadt Neuseelands schwärmen. Die umliegende Landschaft ist nicht nur atemberaubend schön, sondern hat auch kulturell und geschichtlich einiges zu bieten. Unterschiedliche Tracks und Trails rund um Queenstown wandern auf den Spuren der Maori oder folgen den alten Routen der Goldgräber.

Ein sicherlich einzigartiges Projekt ist in dieser Hinsicht der Queenstown Time Walk. Der 1,7 Kilometer lange Wanderweg hinauf auf die Spitze des Queenstown Hill ermöglicht einen einzigartigen Aussicht über die Stadt, den See und die umliegenden Berge. Und - vor allem einen Einblick in die Geschichte der Gegend am Wakatipu. "Wir möchten den Besucher auf eine Zeitreise entführen und eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft schlagen," erklärt eine Sprecherin des “Time-Walk”-Projektes.

Der Trail beginnt unweit des Stadtzentrums. Nach einem kurzen Spaziergang durch einheimische Buchen- und Fichtenwälder wird ein schmiedeeisernes Eingangstor erreicht, das das Leben der Maori symbolisch darstellt: Tauben und Fische als Nahrungsmittel, Blumen und Pflanzen als Rohstoffe. Die sechs entlang des Weges aufgestellten Informationstafeln geben einen Einblick in die unterschiedlichen Zeit-Epochen am Lake Wakatipu: Illustrationen über die Besiedlung der Maori, den Goldrausch und die Entwicklung Queenstows zur Adrenalinhauptstadt spannen einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart.

Am Ende des “Time Walks”, auf der Spitze der Queenstown Hills, wird dieser Kreis symbolisch mit der Zukunft verbunden: Ein riesiger, aus Eisen geschmiedeter Korb, dem "Dream Basket". Und tatsächlich fängt man beim Blick über den Lake Wakatipu und die umliegenden Berge an zu träumen und wenn sich dann auf dem Rückweg Richtung Zivilisation das schmiedeeiserne Tor wieder schließt, ist man um vieles reicher geworden.

Foto Tourism NZ: Lake Wakatipu

QUEENSTOWN

Zentrum für Adrenalin-Junkies

NN-Reporterin Tina Hartung unterwegs im Zentrum für Adrenalin-Junkies auf der Südinsel Neuseelands: Vorbei sind die Zeiten als ich mich wagemutig von Brücken stürzte - das hier ist fast eine Schuhnummer zu gross. Aber nicht nur ich habe mich weiterentwickelt: das Bungy Jumpen hat sicherlich auch eine Entwicklung hinter sich seit meinen ersten Brückensturzzeiten vor vielen Jahren. Heutzutage wird jeder 3mal gewogen und eines jeden Leben an ein dementsprechendes Seil gehängt. "Bungy Jumpen ist eine der sichersten Abenteuersportarten", versichert mir später Sharon Went von Destination Queenstown. Das würde ich ihr ja gerne glauben, aber erstens wird sie für dieses Statement bezahlt und zweitens hat jede Statistik einen Haken, und der möchte ich nun mal nicht sein. Wie es mein Schicksal will, bin ich die leichteste und werde folglich als letzte springen. Die Statistik arbeitet gegen mich, denn alle kommen heil und mit einem breiten Grinsen wieder oben an und dann bekomme ich meine attraktiven Knöchelwärmer und Sicherheitsgurte umgeschnürt. Auch dieses System kann als Weiterentwicklung der Handtücher, die vor ein paar Jahren hierfür benutzt wurden, betrachtet werden. Der Sicherheitstechniker spricht ein paar aufmunternde Worte, während ich mit Argusaugen verfolge, wie er die Karabinerhaken des Bungy Gurtes in mein Knöchelsystem einklickt. Leider hab ich keine Ahnung, ob er es richtig gemacht hat und hoffe nur, dass das mal gut geht. Mit kleinen Schritten geht es dem Abgrund entgegen. Diesmal bin ich den Jungs dankbar, dass sie rückwärts zählen, denn ansonsten würde ich vermutlich niemals springen. Aber als Feigling möchte ich dann doch nicht dastehen und so stosse ich mich beherzt auf "Eins" von der Plattform ab. Wow - fliegen ist cool! Ich hab keine Ahnung, wie lange es dauert, bis man 143 Meter in die Tiefe gesackt ist, aber als mich das Sicherheitsseil sanft in die Gegenwart zurückholt, bin ich überzeugt, man hat mich um mehrere 100 Meter betrogen.

Queenstown wäre unerträglich gäbe es da nicht auch noch eine andere Seite zum Adrenalinrausch. Das Städtchen direkt am romantischen Wakatipu-See umrahmt von der Gebirgskette "The Remarkables" hat eine Toplage und zählt zurecht zu einem der schönsten Städtchens Neuseelands. Fast das ganze Jahr über sind die Remarkables mit Schnee gepudert - ein spektakulärer Anblick. Daher auch der Name ("die Beeindruckenden"). Im Winter gehört Queenstown zu einem der abwechslungsreichsten Skigebiete ganz Neuseelands mit drei grossen Skigebieten in unmittelbarer Nähe: Coronet Peak, The Remarkables und Cardrona. Queenstown bietet erstklassige Einkaufsmöglichkeiten: Eine Fussgängerzone mit Geschäften von internationalem Standard und Format, alle bequem zu Fuss zu erreichen, und ein idyllisches Innenstädtchen direkt am See mit wunderschönen Cafes und Restaurants zum Draussensitzen. Und jede Menge "Weirdos" (wie der Kiwi skurrile Typen zu nennen pflegt) zum Beobachten über die Kaffeetasse hinweg. Ein Wahrzeichen besonderer Art ist der Dampfer TSS Earnslaw - die betagte, aber nicht weniger würdevolle Dame des Sees. Die Earnslaw verkehrt auf dem See seit fast 90 Jahren und ist weltweit eines der letzten historischen Dampfschiffe im Dienst. Die Earnslaw bringt mehrmals am Tag Besucher zur Walter Peak Station, einer Show-Farm in den Bergen jenseits des Sees. Neuerdings wird auch Entspannung gross geschrieben in Queenstown. Die Stadt wird in zunehmendem Masse Konferenzzentrum und die gestressten Konferenzteilnehmer suchen nach Erholungsbädern und erquickenden Massagen. Und nicht zuletzt die action-geplagten Touristen lechzen nach Erholung für ihre gestressten Muskeln.


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Last updated 21 March 2012


ABENTEUERLICHE MT. COOK SKIPLANES

Flugpioniere im Nationalpark

Mount Cook Ski Planes begeistern bereits seit mehr als 50 Jahren ihre Fluggäste mit Flügen in den Mt. Cook Nationalpark. Höhepunkt ist die Landung auf dem Tasman Gletscher, dem mit 29 Kilometer längsten Gletscher Neuseelands (und um die Hälfte grösser als jeder Gletscher in der Schweiz).

Mount Cook Ski Planes, ein historischer Anbieter der ersten Stunde, wurde 1955 von Harry (später Sir Henry) Wigley ins Leben gerufen, als er einziehbare Ski erfand, mit denen das Flugzeug, eine Auster, von der Startbahn mit Rädern starten und die Ski später zur Landung auf den schneebedeckten Gletschern der neuseeländischen Alpen ausklappen konnte. Seit dieser Zeit hat sich der sympathische Tourismus-Anbieter zu einer professionell geführten Firma entwickelt.

Geflogen wird heutzutage in Cessnas und Pilatus, die - genau wie das Original - mit einer Weiterentwicklung der ausklappbaren Ski ausgestattet sind. Mt. Cook Skiplanes ist der einzige lizensierte Anbieter, der im Nationalpark und auf dem Gletscher landen darf. Der Flug startet vom Aoraki/Mt. Cook Flughafen unweit der Mt. Cook Village und zwar Auge in Auge mit den steil aufragenden Bergen rings um Mt. Cook und den Gletschern.

Der Flug selbst, unmittelbar neben und zwischen Bergspitzen, Eisfällen und rauhen Berghängen, kann nicht anders als spektakulär bezeichnet werden und wird mit der Landung auf dem Tasman Gletscher gekrönt. Nach der Landung werden die Flugzeugmotoren abgestellt und die staunenden Passagiere finden sich in der absoluten Stille des Gletschers wieder. Es ist diese Stille gepaart mit dem einmaligen visuellen Erlebnis, dass diesen Flug für Besucher zu etwas ganz besonderem macht. Viele Passagiere sind tief berührt von der natürlichen Wunderwelt der Berge und Gletscher, die sich vor ihren Augen ausbreitet.

Das Original-Flugzeug ist nun im Sir Edmund Hillary Centre im Hermitage Hotel in Mt. Cook Village ausgestellt. Sir Edmund Hillary war einer der ersten Bergsteiger, der mit Harry Wigley geflogen ist und war bei seinem Pionierflug im September 1955 dabei, als erstmals auf dem Tasman Gletscher gelandet wurde. Mt Cook Skiplanes haben übrigens auch eine Flugbasis in Franz Josef an der Westküste, von wo aus sie ebenfalls einen Gletscherflug mit Landung auf dem Tasman anbieten. Tina Hartung Mt Cook Skiplanes »

Foto Tourism Holdings: Queenstown ist das Zentrum für Adrenalin-Junkies