|
|||||||||
FEATURES
EMPFEHLUNGEN
PREMIER LISTINGS LINK LISTINGS
|
HISTORISCHER VULKAN-AUSBRUCH DES MOUNT TARAWERAÜber 120 Jahre alte Spuren im SchlammKurz nach Mitternacht am 10. Juni 1886 rüttelte ein Erdbeben die gesamte Region und weckte die Bewohner von Rotorua auf. Der Vulkan Tarawera, zwanzig Kilometer südöstlich von Rotorua gelegen, bebte in immer kürzeren Abständen für 1 ½ Stunden. Um zwei Uhr morgens begann der gewaltige Ausbruch des Vulkans mit einem starken Erdstoß. Eine große pilzförmige Rauchwolke stieg zehn Kilometer in die Atmosphäre auf. Das Feuerspektakel begann mit sprühenden Funken und herausschleudernden "Feuerbällen". Es endete nach vier Stunden und warf zirka 1 km³ Basalt aus den Lavadomen des Berges. Der Ausbruch begann auf dem einstigen Gipfel und breitete sich entlang einer neu gebildeten Spalte zwei Kilometer nach Nordosten und fünfzehn Kilometer nach Südosten ins Rotomahana-Gebiet aus. Aber die Eruption verlief nicht kontinuierlich entlang des Aufrisses, sondern in Form wechselnder Schlote und hinterließ 11 tiefe Krater auf einer Länge von 17 Kilometern. Am südwestlichen Ende der Spalte begannen die Eruptionen zwei Stunden später als auf dem Gipfel. Das Zusammentreffen der Basalt-Magma des Vulkanausbruchs mit der geothermalen Region des Sees Rotomahana verursachte eine gewaltige unterirdische Reaktion mit enormen Ausmaßen. Hier belegen Vulkanologen des Forschungsinstitutes GEOMAR, Kiel, an Hand des gefundenen Gesteins, dass das Magma aus einem tieferen Bereich rührt als auf dem Berggipfel.
Zu den pink-weissen, von Ablagerungen geformten, Terrassen kamen Rotoruas erste Touristen, um ein entspannendes, heilsames Bad zu nehmen. Die Sintertereassen wurden vom zeitgenösssischen Autor Rudyard Kipling als das “Achte Weltwunder” bezeichnet. Die natürlich geformten Terassen waren 240 m breit, 30 m hoch und aufgefüllt mit klarem blauem Thermalwasser. Reisende buchten Touren per Pferdewagen und mit einem Kanu, das von Maori über den See gerudert wurde. Die Anzahl der Weltenbummler und Kurgäste, die so ein unvergessliches und faszinierendes Erlebnisbad nahmen, stieg stetig an. Doch plötzlich war alles in einer schrecklichen Nacht für immer zerstört. Der Vulkan mit über 1100m Höhe liegt auf einem Maori-Privatgelände und ist nur mit einer geführten Tour per Geländewagen oder per Helikopter zu erreichen. Teile des Berges in Richtung Norden sind für Touristen gesperrt, da es sich um eine heilige Stätte handelt, auf der Häuptlinge der Maori begraben wurden. Mit dem Geländewagen geht es auf Touren bis an das untere nördliche Ende des lang gezogenen Kraters. Eine geführte Wanderung geht an der östlichen Seite des Kraterrandes bergauf. Der südliche grüne Innenteil ist gesperrt, da dort regelmässig Vögel nisten, wie z.B. die Dominikanermöve. Vom Einstieg bis in den Krater geht es zirka 150 m im Geröll hinunter. Die Naturgewalt und monumentale Energie, die diesen Berg aufgerissen haben, erfüllen Besucher mit Ehrfurcht. Nur zirka fünf Kilometer unter den eigenen Füßen fließt die heiße Magma des Erdinneren. Es herrscht eine bedächtige Stille. Langsam geht es weiter entlang der Furche. Die felsigen Seitenwände gehen steil nach oben und sind übersät mit losem Gestein in unterschiedlichen dunklen Rot-Tönen und mit weißem Rhyolith. Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS |
VIDEO HIGHLIGHTS
Auf der Südseite des Tarawera Vulkans liegt der See Rotomahana und daran anschließend das Waimangu Volcanic Valley. Bei einer Bootsfahrt über den See Rotomahana ist das südwestliche Ende Tarawera's mit der steilen Kluft, die fünfhundert Meter hoch und breit ist, zu sehen. Einige Krater des letzten Ausbruches liegen hier unter Wasser, wie z.B. der Sternenhügel-Krater. Die historischen pink-weissen Terrassen lagen einstmals hier im See. Nichts von den ehemals imposanten Sinterterrassen ist erhalten geblieben. Geothermale Aktivitäten, z.B. kleine und größere Geysire, die in unterschiedlichen Abständen kochendes Wasser ausspucken; sowie das gelbe Vulkangestein Ignimbrite, sind entlang des See-Ufers zu entdecken. Auf den fast aufrechten, dampfenden Klippen, wachsen verschiedene und auch endemi-sche Pflanzenarten. Die rote Färbung der Sandbänke entsteht durch Eisenoxyd. |
|||||||