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SOUTHLAND

Rau, einsam und schön

Die Catlins - dieser Name steht für eines der am besten gehüteten Geheimnisse Neuseelands unter Reisenden, denn nur wenige Touristen verschlägt es in den rauhen Südosten der Südinsel. Ungefähr 115 km von Dunedin und 130 km von Invercargill gelegen, erwecken die Catlins den Eindruck als wäre die Zeit hier schon lange stehengeblieben. Die schwache Infrastruktur (Einwohner und Touristen müssen sich gleichermaßen auf Schotterstraßen vorkämpfen) kommt jedoch der Natur zugute und seltene Pflanzen und Tiere haben hier ein letztes Refugium gefunden. Besucher sollten auf jeden Fall genügend Zeit mitbringen, denn viele Sehenswürdigkeiten sind nur langsam zu erreichen, beziehungsweise abhängig von der Tageszeit. So sind beispielsweise seltene yellow-eyed penguins (Gelbaugen-Pinguine) nur bei Dämmerung zu sehen. An verschiedenen Orten wie der Roaring Bay oder dem Petrified Forest in der Curio Bay bauen die flugunfähigen Vögel unterhalb der Klippen ihre Nester und es ist ein spaßiger Anblick, wenn die Pinguine am Abend über Stock und Stein "nach Hause" watscheln. Leider nur langsam klettern die Populationszahlen nach oben, denn die hilflosen Vögel haben keine erfolgreichen Abwehrmechanismen, wenn sich Katzen, Ratten oder Possums über die gelegten Eier hermachen. Während die scheuen Pinguine in Ruhe gelassen werden sollten, zeigen sich die gewichtigen Seelöwen in keinster Weise von Besuchern gestört. Oft werden die schlafenden, bis zu 500 kg schweren Tiere auf weite Entfernung für Treibholz gehalten und auch wenn es so aussieht als wenn sie schlafen würden oder tot seien, sollte ein Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern eingehalten werden, denn Seelöwen sind überraschend schnell und gefährlich.

Foto Venture Southland: Bäume an der Küste wachsen mit dem Wind

Versteinerte Bäume

An verschiedenen Stränden, aber mit großer Sicherheit am Waipapa Point und der Cannibal Bay, sind die sich oft in der Sonne aalenden Flossenträger zu finden. Als Höhepunkt eines Ausflugs in die Catlins wird in Reiseführern oft Nugget Point genannt. Ein rund zwanzig minütiger Wanderweg führt vom Parkplatz zu dem im Jahre 1869 errichteten Leuchturm. Auf der Aussichtsplattform angekommen, erstreckt sich dann der Blick über seltsame Steinformationen im Wasser, The Nuggets genannt, und über die Pelzrobbenkolonie. Bei viel Glück lassen sich Blaue Pinguine erspähen (Ferngläser nicht vergessen!) sowie zwischen Oktober und März auch die weltweit einzige Festlandkolonie von See-Elefanten. Doch nicht nur die seltenen Tiere der Region machen die Catlins zu einem besonderen Landstrich Neuseelands. In der Curio Bay gibt es beispielsweise die Überreste eines versteinerten Waldes zu entdecken. Die fosselierten Bäume aus dem Jura (vor ca. 180 Millionen Jahre) sind bei Ebbe deutlich zu sehen. Der Küstenabschnitt ist übersät von versteinerten Baumstümpfen und umgefallen Bäumen, die sich schichtweise angeordnet im Boden abzeichnen. Nicht weit davon befinden sich die Cathedral Caves, die ca. 30 Meter hoch ebenfalls nur bei Ebbe begeh-bar sind. Während einer Fahrt durch die Catlins lohnt es sich, Pausen einzulegen und die Wanderwege, die links und rechts der Hauptstraße abgehen, zu erforschen. Die oft nur wenige Kilometer langen Strecken führen zu Wasserfällen, abgelegenen Stränden oder steilen Klippen. Besonders empfehlenswert sind die Purakaunui und McLean Wasserfälle, die Whitehead Klippen, Slope Point sowie Tunnel Hill, ein 246 Meter langer, verlassener Eisenbahntunnel, in dem es nicht nur kalt, sondern auch gruselig ist. Wibke Ehlers

Foto Venture Southland: Robben-Kolonie in den Catlins, der südlichsten Region von Southland


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Last updated 12 August 2011


Foto Venture Southland: Surfen am Oreti Beach

SOUTHLAND-INFOS
Anreise: Auf der Südinsel südlich von Dunedin und östlich von Fiordland und dem Milford Sound, 4-5 Autostunden südlich von Dunedin. Regelmässiger Busverkehr von Dunedin und nach Fiordland (Te Anau) oder Queenstown. Zuganschluss nach Christchurch in Invercargill. Invercargills Fährhafen Bluff ist Ausgangspunkt für Stewart Island. Attraktionen: In Southland, dem Süden des Südens, trifft der Reisende noch auf das urwüchsige Neuseeland von vor 10 Jahren. Invercargill ist die südlichste Stadt Neuseelands und berühmt für das Southland-Museum mit dem preisgekrönten Tuatara-Brut-Programm und der Antarktis-Abteilung. Zwischen Balclutha und Invercargill liegen die Catlins, ein durch seine urwüchsigen Naturschönheiten sehr beliebtes Reiseziel. Von Bluff aus geht die Fähre zur Stewart Island, einem einzigartigen Naturparadies. Westlich von Invercargill liegt eine bisher recht wenig erschlossene Gegend, die jedoch einiges zu bieten hat. Dies ist die Heimat des Humpridge Tracks (3 Tage), der auch teilweise per Jetboot erkundet werden kann. Spezialitäten: Bluff Muscheln und Austern sind sehr beliebt und werden in die ganze Welt exportiert. Unterkünfte: Viele Farmstays und B&Bs, Motels, Campingplätze, weniger Backpacker.

Foto Venture Southland: Versteinerter Baum am Strand