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LAKE TAUPONaturspektakel rund um den KraterseeTaupo liegt in der Zentralen Nordinsel am nördlichen Ufer eines der größten Kraterseen der Welt, der nach dem Ausbruch des Taupo Vulkans vor zirka 20.000 Jahren entstand. Die tiefste Stelle im eingebrochenen Krater, der sogenannten Caldera, ist 500 m. Der 616 km² große Süßwasser-See ist bis zu 40 km lang, 30 km breit und 166 m tief. Chinesen und Römer schrieben Chroniken über die Eruption, die 50 km in die Atmosphäre schoss. Ausgeworfene Massen von vulkanischer Asche und Bimsstein bedeckten die Erde und verhinderten den Abfluβ des sich sammelnden Wassers. Vor einigen Jahren befand sich deutsches ein Forschungs-U-Boot im See, das mehrere aktive Schlote am Seeboden entdeckte, aus denen über 45 Grad Celsius heißes Wasser stömt. Der See, der einige lange Sandstrände mit unterschiedlich großen Bimsteinen hat, läd mit einer Wassertemperatur von 16 - 20 Grad Celsius zum Baden, Kanufahren, Paddeln, Segeln, Wasserskifahren und anderen Wasseraktivitäten ein. Zweimal im Jahr gehen die Sportler rund um den See: Im November das Fahrradrennen und im Februar das Laufen und Walken. Der Umfang beträgt 165 km.
Am Seeufer in Taupo befindet sich eine Golfinsel, die vom Festland aus angespielt wird. Es ist eine große Herausforderung für die Golfspieler. Das Spektrum der Aktivitäten in Taupo ist groß: Fallschirmspringen, Bungy-Jumping, Jetboot-Touren, Helikopterflüge, Reiten und vieles mehr. Eine Wanderung durch das aktive Vulkangebiet Crater of the Moon ist ein kostenfreies und sehr beeindruckendes Erlebnis. Überall steigt Rauch auf und der Schwefelduft steigt in die Nase. Die geothermischen Varianten von zischenden und sprudelnden Kratern, brodelnden Schlammlöchern, dampfenden Gräben, pfeifenden Schloten und farbenprächtigen Erdablagerungen sind sehr ungewöhnlich. Ohrenbetäubendes und imposantes Spektakel bieten die Wassermassen, die aus dem Tauposee über die Millionen Jahre alten Huka Falls stürzen. Die Falls sind bis zu neun Meter tief und pro Sekunde schießen bis zu 270 Kubikmeter Meter Wasser in den hier beginnenden Waikato River, Neuseelands längstem Fluß. Ein Wanderweg mit verschieden Aussichtspunkten führt entlang der Falls. Mit den Hukajetbooten besteht die Möglichkeit, diesen beeindruckenden Wasserfall vom Waikato River aus zu sehen. Wer nicht mit dem Auto unterwegs ist, kommt mit dem HOTBUS, der am i-Site( Info-Center) abfährt, zu all diesen Attraktionen. TONGARIRO NATIONALPARKThe Northern CircuitTongariro, Ngauruhoe und Ruapehu, die drei Vulkane in der Zentralen Nordinsel, ziehen die Touristen magisch an. Diese Berge sitzen auf einem erhöhten Plateau, das durch Lava-Ausgüsse innerhalb der letzten 2 Millionen Jahre entstand. Ca. 80 km tiefer im Erdmantel schiebt sich die pazifische langsam unter die indisch-australische Kontinentalplatte. Der Tongariro ist der älteste Vulkan mit zwischen 1-2 Millionen Jahren, besitzt mehrere Krater und seine Ausmaße am Fuß sind 13 km lang und 8 km breit. Nach ihm benannt ist der Tongariro Nationalpark, der viertälteste Nationalpark der Welt, den die UNESCO 1990 zum Naturerbe der Menschheit erklärte. Te Heuheu, ein Maori-Häuptling, machte ihn der Regierung unter der Bedingung, das die Vulkanregion geschützt würde, zum Geschenk. Für Maori haben die Vulkane eine spirituelle Bedeutung. Die Tongariro Crossing, die ein Teil des Northern Circuit ist, wird als beste Tageswanderung in Neuseeland bezeichnet und diese marschieren in der Sommerzeit bis zu 1.000 Touristen am Tag. Dabei erschließen sich fast alle Vegetationszonen des Parks. Oft wird dabei vergessen, das es sich um eine Alpine Wanderung handelt und nicht um einen Picknicksausflug. Wer sich auf den Weg in diese Berge macht, sollte die entsprechende Ausrüstung, auch für die Tageswanderung, dabeihaben, denn alle vier Jahreszeiten können die Wanderer an einem Tag begegnen. Benötigt werden: gute Wanderschuhe, warme Thermal-Kleidung, Regenjacke, Mütze, Handschuhe, Sonnenschutz, Erste Hilfe Päckchen, ausreichend Getränke und Essen. Startpunkte für den Northern Circut, der 3 bis 4 Tage dauernden Wanderung, sind Whakapapa Village oder Mangatepopo. Von Whakapapa Village führt der Wanderweg in einem Auf und Ab durch Tussock-Grasland nach Mangatepopo. Weiter geht es entlang des Mangatepopo Baches in ein Tal, das der Ngauruhoe mit Lavaergüssen überflutet hat. Von dem letzten großen Ausbruch 1954 zeugt das schwarze Lavagestein. Am Ende dieses Tals sind Soda Springs zu finden, die von einer kleinen grünen Oase umgegeben ist, in der sogar gelber Hahnenfuß wächst. Vor dem Genuss jeglichen Wassers im Park wird gewarnt, da es zu Problemen im Magen-Darmbereich kommen kann! Nach 300 Höhenmeter Kletterpartie ist der Sattel des Mangatepopo erreicht. Ein gutes Panaorama eröffnet sich zurück ins Mangatepopo Tal bis hinüber zum Vulkan Taranaki, der zirka 200km an der Ostküste liegt. Es folgt ein sehr flaches Stück bis zum South Crater. Nach dem Anstieg zum Red Crater, der als der höchste Punkt der Crossing mit 1.886 m gilt, ist ein Rundblick über das weite Oturere Tal und die Desert Road möglich. Die tief-roten Farben des Red Crater, die durch Oxydation von Eisen und Gestein bei sehr hohen Temperaturen enstanden, und der aufsteigende, schwefelhaltige Rauch zeugt von der stillen Aktivität. 1926 fand hier der letzte große Ausbruch statt. Bergab geht es im Geröll zu den giftgrünen Emerald Lakes, die ca. 1.800 Jahre alt sind. Das faszinierende Grün kommt nicht aus der Hexenküche, sondern ist reine Natur, von vielen unterschiedlichen Mineralien erzeugt.
Nun eröffnen sich zwei Alternativen: weiterlaufen vorbei am Blue Lake zur Ketetahi Hütte oder gleich hinunter ins Oturere Tal. Bei gutem Wetter lohnt sich der Umweg durch teilweise rotes Tussockgras zur Ketatahi Hütte. Der Wanderer wird überrascht mit einem Fernblick über den See Taupo, Vulkan Tarawera bis teilweise hin zur Ostküste der Nordinsel. Tagsüber befinden sich in dieser Hütte sehr viele Tageswanderer, aber einen Schlafplatz erhält fast jeder dort. Im Herbst gibt es den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang über den Ketetahi Hot Springs zu sehen. Die Hot Springs und ein Teil des Wanderweges liegen auf Privatem Gelände. Vorsicht: eine Abweichung vom Weg kann zu Unfällen mit Verbrennungen von 74 - 91 Grad Celsius heißem Wasser oder mit 138 Grad Celsius heißem Dampf führen, da die Erde sehr porös, weich ist und leicht einbricht. In das Oturere Tal führt der Kletterweg hinunter vorbei an den Emerald Lakes. Die Rangipo Wüste, in der heute noch wilde Pferde leben, und die Kaimanawa Berge erscheinen am Horizont. Lava und beeindruckende große Felsen liegen inmitten von feinem grauem Sand, wie an einem Strand. Durch Erosion von Frost, Wind und Regen entstand dieser variantenreiche Teil. Von der Eruption des Red Crater stammen die ungewöhnlichen zackigen und schroffen Lavamassen. Mit der Mondlandschaft wird dieser Abschnitt oft verglichen. Die immense Kraft der Eruptionen, die solche riesigen Steine auswirft, ist einschüchternd. In der Nähe der Oturere Hütte befindet sich der Oturere Wasserfall, der über einen kleinen Weg vorbei am Campingplatz erreichbar ist. Ein imposanter Sonnenaufgang über dieser Wüste und den Kaimanawa Bergen präsentiert sich dem Frühaufsteher im Sommer. Die Route führt weiter zur Waihohonu Hütte, vorbei an Bachtälern, durch Geröllfelder, an Dünenkuppen und am Fuße des Ngauruhoe Vulkans vorbei. Der Anstieg zur Hütte erfolgt durch einen dichten feuchten Wald, in dem oft kleine weiße und pinkfarbende Orchideen blühen. In dieser Hütte, die von Wald umgeben ist, übernachten die meisten Wanderer. Diese alte Waihohonu Hütte, die restauriert am Wegesrand steht, feiert im nächsten Herbst ihr 100-jähriges Bestehen. Gebaut wurde sie für Skifahrer und nicht so sehr für Wanderer. Der Weg entlang des Waihohonu Baches steigt langsam an zu den Tama Seen. Es geht bergauf und ab über Lavagestein des Ngauruhoe Vulkans, die nur mit kleinen Büschen und rotemTussockgras bewachsen sind. Die grünlichen Tama Seen sind zwei alte Krater, die mit mineralhaltigem Wasser aufgefüllt sind. Der obere See ist eine gute Stunde von dem unteren entfernt. Der steile Aufstieg sollte nur bei gutem Wetter vorgenommen werden, da ansonsten der See von Wolken zugedeckt ist. Bis zum Taranaki Wasserfall verläuft die Strecke mit einer exzellenten Fernsicht in Richtung Osten. Zum Wasserfall und in das Tal hinunter führen die steilen Holzstufen. Durch Südbuchenwald, Tussockgras und abwechslungsreiches Strauchwerk geht es im rauschenden Tal des Wairere Baches entlang nach Whakapapa. Empfehlenswert ist ein Besuch im Whakapapa Visitor Center von DOC (Department of Conservation). Die neusten Wetterinformationen, Kartenmaterial und vieles mehr ist vorrätig. Eine gute Reliefkarte des Nationalparks zeigt die verschiedenen Wanderwege mit ihren Höhen und Tiefen. Christiane Te Akau Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS |
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