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STEWART ISLANDReisen auf Neuseelands drittgrößter InselStewart Island ist Neuseelands dritte und südlichste Insel. Sie wird von der Südinsel durch die 30 Kilometer breite Foveaux Strait getrennt. Es ist ein Ort der Stille und Schönheit, wo der Lärm der Zivilisation durch Vogelgezwitscher und Meeresrauschen ersetzt werden. Auf Stewart Island lässt sich die neuseeländische Tier- und Vogelwelt sowie urwüchsiger Urwald vortrefflich erforschen.
Besucher erreichen Stewart Island mit der Fähre von Bluff. Die Fahrt dauert nur eine Stunde und ist ideal für einen Tagesausflug oder einen Besuch von mehreren Tagen. Vom Fährterminal gibt es Busverbindungen nach Bluff, Invercargill und im Sommer auch nach Queenstown und Te Anau. Die Insel ist ein Paradies für Wanderer mit einer grossen Auswahl an Wanderwegen, die alle in der Halfmoon Bay starten. In Halfmoon Bay landet die Fähre in dem kleinen Städtchen Oban, dem einzigen der Insel. Wanderwege reichen von einfachen Spaziergängen bis zum dreitägigen Rakiura Track, der Besucher tief in den Neuseeländischen Urwald des Rakiura Nationalparks führt. Das Unternehmen “Stewart Island Experience” bietet eine Auswahl an Touren an, die die faszinierende Landschaft und Küstenabschnitte der Insel den Besuchern näher bringt. Die "Village and Bays Tours" zeigen Oban und die umliegenden Buchten mithilfe eines komfortablen Kleinbusses. Ortsansässige Guides vermitteln hierbei alles Wissenswerte. Die Tour beinhaltet Halfmoon Bay, Horseshoe Bay und Lee Bay, sowie den Anfang des Rakiura Nationalparks. Dauer: 90 Minuten. Die "Underwater Explorer Cruises" zeigen die Küstenabschnitte und die Unterwasserwelt mithilfe des Bootes Mollymawk, das halb abtauchen kann. Passagiere sitzen quasi unterhalb der Wasserlinie mit gutem Blick auf alle möglichen Fischarten, Meeresschwämme, und Schalentiere. An Bord befindet sich ein naturkundlicher Guide, der kenntnisreich die Fahrt kommentiert. Dauer: 45 Minuten. Auf der "Paterson Inlet Cruise" besichtigen Besucher das wunderschöne Paterson Inlet und die historische Walfangstation. Ein 45minütiger Spaziergang gibt Einblick in das berühmte Vogelreservat Ulva Island. Hier leben viele seltene und gefährdete Vogelarten und Pflanzen. Ein naturkundlicher Guide führt die Gruppe durch den Wald, dessen Baumbestand extrem alt ist. Ausserdem können Mietwagen, Motorroller und Mountainbikes vom Oban Visitor Centre gemietet werden. Weitere Infos: Stewart Island Experiences... th GLÜHENDER HIMMELTolle Sonnenuntergänge auf RakiuraStewart Island wird von den Maori "Rakiura" genannt, was soviel heisst wie "glühender Himmel". Tatsächlich glüht der Himmel in kräftigen Orange- und Lilatönen hier täglich bei Sonnenauf- und -untergang und zwar wie sonst nirgendwo. Doch das ist nur eines von vielen Naturgenüssen, die Besucher auf Stewart Island erwarten. Das Wanderparadies bietet eine Vielfalt an Wanderwegen durch den noch urwüchsigen Buschwald und Begegnungen mit seltenen Tieren und Pflanzen stehen an der Tagesordnung. Der Rakiura Wanderweg dauert fünf bis neun Tage, kann jedoch in zwei kürzeren Varianten, dem Northern Circuit und dem Southern Circuit, gegangen werden. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Besucher rangiert das "Kiwi-Spotting", bei dem dem scheuen Wappenvogel Neuseelands auf die Pelle gerückt wird. Hierzu sei zu sagen, dass durch die wachsenden Besucherzahlen der Kiwi auf Stewart Island scheuer wird und die Chancen, ihn in freier Wildbahn zu ertappen, entsprechend abnehmen. Als Alternative seien vermeintlichen Kiwi-Spottern die landesweit eingerichteten Kiwi-Häuser empfohlen. Hier können Kiwis bequem tagsüber besucht werden, ohne die bereits bedrohte Art noch weiter zu belasten. Mit dem bezahlten Eintrittsgeld wird ausserdem das Brutprogramm des Department for Conservation (DOC) unterstützt - eine gute Sache also rundherum. Im übrigen gibt es auch ohne das Kiwi-Spotting genug zu sehen auf Stewart Island, worüber das Visitor Centre in der kleinen Hafenstadt Oban gerne informiert. Hier bieten sich Bootsausflüge zu Ulva Island an, das ein Vogelreservat und nur für Tagesausflüge zugänglich ist. Das Patterson Inlet, ein geschütztes Hafenbecken mit vielen Seitenarmen, kann mit dem Kajak oder per Boot erkundet werden. Ein Ausflugsboot mit Glasboden gibt Besuchern Einblick in die glasklare Tiefe und seine Bewohner. Ausflüge über Land über die Insel sind in der Regel kurz, denn es gibt nur knapp 25 Kilometer Strasse. Deswegen bietet es sich an, das eigene Fahrzeug in Bluff zurückzulassen, wo es sicher in einer Garage untergestellt werden kann. Die Insel kann auch bei geführten Touren in Kleinbussen erkundet werden. Wer es individueller mag, kann in Oban einen Motorroller ausleihen. Tina Hartung Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS |
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