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GISBORNE UND EASTLAND

Abseits von Neuseelands Touristen-Routen

Tourism Eastland-Foto: Sea-Kayaking im türkisblauen Pazifik gehört zu den populären Aktivitäten rund um die Ostküste

Als östlichste Stadt der Welt ist Gisborne jeden Morgen die erste City, die den Sonnenaufgang erlebt. Zum Jahreswechsel 1999/2000 hatte deshalb der eigentlich verschlafen wirkende Ort seinen großen "Auftritt": Urlauber und Medien-Vertreter aus vielen Ländern waren gekommen, um hier den Beginn des neuen Jahrtausends zu feiern. Doch seither führt Gisborne wieder sein beschauliches Dasein in der Abgeschiedenheit der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel - vom internationalen Tourismus kaum beachtet.

Die nahezu 35.000 Einwohner (fast die Hälfte sind Maori / Ureinwohner) genießen die Ruhe und Ursprünglichkeit ihrer vom subtropischen Klima verwöhnten Heimat. Mit jährlich rund 2.200 Stunden Sonnenschein gehört Gisborne zu den sonnigsten Städten Neuseelands. Die zum Wetter passenden Strände liegen vor der "Haustür", dazu Farm- und Buschland, Weinanbaugebiete sowie unberührte Wildnis. "Relaxing" ist angesagt in diesem stressfreien und harmonischen Umfeld. Wer turbulenten Action-Tourismus bevorzugt und nach dem verrücktesten "Kick" jagen will, ist am falschen Ferienplatz! Das überraschend attraktive und historisch sehr interessante Gisborne wird von drei Flüssen durchzogen, u.a. vom kürzesten Fluss Neuseelands, dem nur 1.200 Meter langen Turanganui River. Die Stadt hat mehrere Brücken, hübsche Parks und einladende Strände - und sie gilt als "lebendes Museum". Denn Maori und Europäer schrieben hier Geschichte. Nachdem der holländische Seefahrer Abel Tasman 1642 das von den Maori bewohnte Neuseeland entdeckte, es aber nicht betrat, war 1769 der englische Kapitän James Cook erster Europäer auf neuseeländischem Boden. Er ankerte mit dem Schiff "Endeavour" in der Bucht, an der heute Gisborne liegt.

Aber Cooks historischer Landgang am 9. Oktober 1769 - und damit der erste Kontakt zwischen Maori und Europäern - endete tragisch. Vermutlich Missverständnisse führten dazu, dass Cooks Leute einige Ureinwohner erschossen. Die Maori gaben den Fremden weder Lebensmittel noch Trinkwasser. "Ich nannte die Bucht 'Poverty Bay' (Bucht der Armut), weil sie uns keine Dinge gewährte, die wir brauchten", schrieb der enttäuschte James Cook in sein Logbuch, als er zwei Tage später die Bucht verließ. Weiter nördlich, an der Tolaga Bay, ging er erneut an Land. Dort und danach an anderen Küsten hatte er mehr Glück. Cook umsegelte die Nord- und Südinsel Neuseelands und erfasste diese kartographisch - und er nahm das Land für die britische Krone in Besitz. Zwei Denkmäler in Gisborne erinnern an den genialen Seefahrer: Ein Monument von 1906 findet man auf Cooks Original-Landeplatz ("Landing Site") am Fuße des Hügels Kaiti Hill, von dem man einen grandiosen Blick auf Gisborne, die Poverty Bay und das bergige Hinterland hat. Auf der anderen Hügel-Seite steht das 1930 eingeweihte und mit kunstvollen Schnitzereien verzierte Maori-Versammlungshaus "Te Poho o Rawiri". Das zweite Denkmal - eine Cook-Statue auf einem "angeschnittenen" Globus - wurde zur Millenniumsfeier an der Mündung des Turanganui River, nahe des City-Strandes Waikanae Beach, errichtet. Nicht weit davon befindet sich "Young Nick's Statue". Sie ist Cooks Schiffsjungen Nicholas Young gewidmet, der 1769 vom Mastkorb der "Endeavour" aus als Erster Neuseeland sichtete. Das auffallend weiße Vorgebirge am Südrand der Poverty Bay trägt ebenfalls seinen Namen: "Young Nick's Head".

Tourism Eastland-Foto: Der längste Bootsanleger Neuseelands in der Tolaga Bay

Im "Tairawhiti Museum" an der Stout Street und im benachbarten "Wyllie Cottage", dem ältesten Haus von Gisborne (1872 erbaut), erhält man umfassende Informationen über die spannende Geschichte der Eastland-Region, dem östlichsten Teil Neuseelands. Eastland mit seiner "Metropole" Gisborne liegt abseits der populären Touristen-Routen und hat sich viel Ursprünglichkeit bewahrt. Wohl die meisten Besucher versäumen nicht einen Tagesausflug zum zweieinhalb Autostunden von Gisborne entfernten Te Urewera National Park. Der größte Nationalpark der Nordinsel (zugleich deren umfangreichstes Wildnis-Gebiet) wird geprägt von Bergland, Wäldern, Flüssen, Seen und Wasserfällen. Die Gisborne-Region hat gemäßigtes Küstenklima. Beste Reise-Zeiten sind Sommer (Dezember - Februar), aber auch Frühling (September - November) und Herbst (März - Mai). Rund neun Stunden braucht der täglich zwischen Gisborne und Neuseelands einziger Millionen-Stadt, Auckland, verkehrende Bus der InterCity Coachlines. Gottfried Weller Mehr Infos » Trailer im Video-Bereich dieser Seite.

Weller-Foto: Lake Waikaremoana im Urewera Nationalpark

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Last updated 12 August 2011


LAKE WAIKAREMOANA ENTSTAND BEI GEWALTIGEM ERDRUTSCH

Wanderungen am malerischen See im Urewera Nationalpark

Als Schmuckstück des Urewera Nationalpark gilt der majestätische Lake Waikaremoana - ein Paradies für Angler, Boots- und Kajak-Fahrer. Einige Sandstrände locken auch Badegäste an. Der bis zu 248 Meter tiefe See, von Legenden der Maori umwoben, entstand erst vor ca. 2.200 Jahren durch einen gewaltigen Erdrutsch.

Zu den Great Walks in Neuseeland gehört der Lake Waikaremoana Track, er führt etwa zur Hälfte am Seeufer entlang (Wanderzeit für die 46-Kilometer-Strecke: drei bis vier Tage). Informationsmaterial, z.B. über den Track und andere Wanderwege, erhält man im Aniwaniwa Visitor Centre nahe des östlichen Seeufers. Der Te Urewera National Park ist die Heimat zahlreicher Vogelarten, auch Kiwis leben hier. Doch zu sehen sind diese scheuen, flugunfähigen Nachttiere normalerweise nicht. Nur wenige Neuseeländer haben jemals in freier Natur einen Kiwi - das Nationalsymbol - beobachtet. Trotz vielfältiger Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungs-Aktionen ist die Zahl der Kiwis leider rückläufig. Gottfried Weller

Tourism Eastland-Foto: Horsetrekking entlang der malerischen Ostküste gehört zu den touristischen Attrakionen in Eastland

Weller-Foto: Der Uhrturm im Zentrum der Stadt ist das Wahrzeichen von Gisborne

Tourism Eastland-Foto: Schnorcheln in den Felsen-Pools der Mahia-Halbinsel