Travel & Lifestyle magazinNeuseeland News

NeuseelandNews Travel & Lifestyle


FEATURES
ADVERTORIALS Deutsch



LINK LISTINGS


www.estaregistration.de




Einziges ursprüngliches Maori-Dorf Whakarewarewa in Rotorua, Neuseeland

LEBENDIGES MAORI-DORF WHAKAREWAREWA

Ursprüngliche Tradition in Neuseelands Geothermal-Zentrum Rotorua

In und um Rotorua ist es Tradition, sich um Reisende zu kümmern. Seit weit mehr als 150 Jahren nehmen sich kundige Maori derer an, die als Gäste in die Region kommen und deren faszinierendes geothermales Erbe erleben wollen. Die berühmteste Persönlichkeit unter den Generationen von Fremdenführern ist gewiss Sophia Hinerangi, auch bekannt als Guide Sophia. Sie begleitete schon Besucher zu den Pink and White Terraces, ehe diese 1886 durch den Ausbruch des Mount Tarawera für immer von Neuseelands Erdboden verschwanden. Ihren Reichtum an Kenntnissen und Liebenswürdigkeit stellte Guide Sophia fortan in den Dienst der Gäste des Dorfes Whakarewarewa und zog damit Menschen einfachster Herkunft bis hin zu Mitgliedern der britischen Krone gleichermaßen in ihren Bann.

Sophia Hinerangis Nachfahren tun genau dies bis heute. Profundes Wissen und der ebenso aufmerksame wie warmherzige Umgang mit Besuchern wurden ihnen in die Wiege gelegt und haben manch unruhige Zeiten überdauert – wie die späten 1990er Jahre, in denen umstrittene Pläne zur Modernisierung Whakarewarewas letztlich zur Spaltung der beliebten kulturellen und geothermalen Attraktion Rotoruas führten. Im neu entstandenen Te Puia wurde fortan kräftig investiert und ausgebaut, während man in den Wohnzimmern von Whakarewarewa aufatmete: Die Bewohner hatten ihr Ziel erreicht, den Charakter ihres Dorfes erhalten und damit nicht zuletzt in ihren Häusern wohnen bleiben zu können. Vor allem Letzteres war in den Plänen der geistigen Eltern Te Puias nicht vorgesehen gewesen. So jedoch blieb den Familien ihr Zuhause und den Gästen die Erfahrung seines ursprünglichen Charmes.

Neuseelands natürliche Heisswasserquellen werden von Maori bis heute genutzt

Wer nach Whakarewarewa kommt, sieht und hört die traditionellen Tänze und Lieder der Maori aus nächster Nähe – auf einer bescheidenen Bühne ohne Technik und Effekte, als sei es eine private Aufführung für die Gäste eines Nachbarschaftsfestes. Bei der Führung durch das Dorf erzählt der guide aus dem Leben der Bewohner damals und heute, lässt manche Anekdote einfließen und tut all dies mit einer Mischung aus zugewandter Präsenz und höflicher Unaufdringlichkeit, die ihresgleichen sucht. Er zeigt der Gruppe, wie Flachsröcke und poi (Bälle an Bändern, kunstvoll im Spiel oder zu Musik geschwungen) hergestellt werden. Dann übt er geduldig mit allen die korrekte Aussprache des Dorfnamens – und tröstet die, die es partout nicht schaffen: “You can just say Whaka – that’s fine.“ Kaum muss man noch erwähnen, dass kleine Gäste herzlichst einbezogen werden und sogar auf den Stufen zum Respekt gebietenden Versammlungshaus herumhüpfen dürfen: “That’s alright, don’t worry. Our children do this all the time ...!“

Nach der Führung gibt es im Café selbstgebackenen Kuchen oder ein traditionelles Mittagessen aus dem geothermalen Ofen. Kleine Läden laden zum Stöbern in Kunsthandwerk aus eigener Herstellung ein. Und wer von dampfender Erde, siedenden Seen und blubbernden Matschlöchern einfach nicht genug bekommen kann, findet davon noch einmal reichlich bei einem ausgedehnten Spaziergang entlang eines Wanderwegs gleich hinter den Häusern.

In den heissen Quellen Neuseelands wird auch gekocht

Um fünf Uhr abends schließt Whakarewarewa seine Pforten für Tagesbesucher. Dann kehren seine Bewohner von der Arbeit heim, die Kinder sind aus der Schule zurück, und das Dorf gehört bis zum nächsten Morgen den Familien. Es ist Zeit, die Freiluft-Badewannen mit dem üppig sprudelnden heißen Wasser zu füllen und die Gärten zu bestellen, durch die tagsüber die Touristen liefen. In den per Erdwärme befeuerten Öfen und Töpfen, die gerade noch den staunenden Gästen vorgeführt wurden, gart nun das eigene Abendessen.

Und über allem wacht Guide Sophia. “A distinguished lady who was loved by all“, so steht es auf dem Stein an ihrer letzten Ruhestätte im Dorf. Sie bleibt die Inspiration derer, die Whakarewarewa und seine Geschichte bis heute lebendig halten. Maike Brünink


Share

Copyright © NEUSEELAND-AUSTRALIEN-PAZIFIK NEWS
Disclaimer
Last updated 9 March 2016


Die traditionelle Begrüssung, ein Maori "Hongi" wird in Neuseeland bis heute gepflegt

In Neuseelands Whakarewarewa Maori-Dorf wird bis heute mit geothermalen Heisswasser gekocht

In Neuseelands Whakarewarewa schiessen ab und an auch heisse Geysire in den Himmel