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Alle Fotos diese Seite: Dianne Ross (gypsy@vivid.net.nz)

NEUSEELAND WILL INTERNATIONAL VORREITER IM ÖKO-TOURISMUS WERDEN

Werbung für nachhaltigen Fremdenverkehr

Die wachsende öffentliche Diskussion um den Klimawandel und eine potentiell steigende Abneigung von Verbrauchern gegen Langstreckenflüge beunruhigt die neuseeländische Tourismusindustrie sehr. Neuseeland, das sich selbst mit der "100% pure New Zealand" Werbekampagne in den letzten Jahren in der Welt berühmt gemacht hat, kann es sich nicht leisten, sein "clean, green" Image zu verlieren. Der Tourismus ist seit 5 Jahren der grösste Exportsektor mit einem Umsatz von NZ$8.1 Milliarden Neuseelanddollarn, was einem Fünftel aller Exporte entspricht. Der heimische Tourismus trägt mit weiteren $9.4 Milliarden zum Bruttosozialprodukt bei. Einer von zehn “Kiwis” arbeitet in der Tourismusindustrie.

Kein Wunder also, dass die neue Tourismusstrategie der Regierung, die "Tourism Strategie 2015" Verantwortung gegenüber der Umwelt und Umweltschutz in den Mittelpunkt stellt. Das generelle Motto lautet: "Keine Zukunft ohne Umweltverträglichkeit." Der Erfolg der Tourismusstrategie stützt sich auf vier Säulen: 1. Neuseeland muss ein einzigartiges Besuchserlebnis bleiben, 2. Die Tourismusindustrie muss profitabel arbeiten, um weiterhin Investoren anzulocken 3. Die Tourismusindustrie muss Vorreiter beim Umwelt- und Landschaftsschutz sein und 4. Die regionalen Gemeinden müssen den potentiellen Wert des Fremdenverkehrs für ihre Region erkennen und wertschätzen lernen.

Neuseeland als einzigartiges Besuchserlebnis sichert einen konstanten Besucherstrom - führt Tourism NZ in seinem 55 Seiten starken Strategiedokument aus. Damit sei die Profitabilität des Tourismussektors sowie dessen Attraktivität für Investoren leichter zu erreichen. Durch die Realisierung dieser beiden Ziele wird die Tourismusbranche wirtschaftlich in die Lage versetzt, Neuseelands einzigartige Natur nicht nur zu schützen, sondern auch wichtige Massnahmen zu deren Verbesserung planen und ausführen zu können. Wichtig hierbei sei die uneingeschränkte Unterstützung der örtlichen Kommunen und Regionen, einschliesslich der Maori-Selbstverwaltung. In gegenseitiger Wertschätzung solle eine enge Zusammenarbeit mit der Tourismusindustrie und ihrem Zentralorgan, Tourism New Zealand, angestrebt werden. Dabei ist es absolut unerlässlich, dass die einzelnen regionalen Verwaltungsbehörden den Wert des Tourismus für ihre Region erkennen und als Entwicklungsmöglichkeit begrüssen.

Bei einigen Anbietern wird die neue Tourismusstrategie offene Türen einrennen. Für sie ist Naturschutz so unmittelbar mit ihrem Produkt verbunden, dass das eine ohne das andere nicht vorstellbar ist - so etwa die Wildlife-Touren, von der Walbeobachtung bis zum Albatross-Erlebnis, bei dem die Anbieter gleichermassen in der Tourismusindustrie wie im Artenschutz aktiv sind. Wie vieles in Neuseeland ist das keinesfalls ein Widerspruch und auch keine leere Floskel um mehr Besucher anzulocken. Viele der im Umweltschutz aktivsten Anbieter sind Mitglieder bei Green Globe, einer internationalen Organisation, die interessierten Unternehmen (und Haushalten) hilft, sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusster zu werden und Schritte zur umweltfreundlicheren Produktionsweise aufzeigt. Die ehrgeizige Vision der neuen Tourismusstrategie sieht vor, Neuseeland als Vorreiter in Ökotourismus weltweit zu etablieren. Die hiermit verbundenen Ziele sind vorerst bis 2015 festgelegt. Eine Überarbeitung und Anpassung soll 2012 erfolgen. Die neue Tourismusstrategie folgt der Richtung, die Premierministerin Helen Clark am liebsten für die gesamte Wirtschaft vorgeben würde: wenn es nach ihr ginge, würde die gesamte neuseeländische Wirtschaft bald kohlendioxidneutral produzieren, um trotz langer Transportwege auf einem umweltbewussten, internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Tina Hartung


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Last updated 15 December 2011


Neuseelands atemberaubende landschaftliche Schönheit

GREEN GLOBE NEUSEELAND

Kein Markenzeichen für die Grünwäsche

Green Globe ist eine international agierende Initiative, die Kommunen, Unternehmen und Endverbraucher zum bewussten Umgang mit Umweltresourcen und zu umweltverträglicherem Handeln anregen will. Green Globe gibt es seit 13 Jahren und inzwischen in 52 Ländern. Interessant ist, dass es eine internationale Repräsentanz nur in neun dieser Länder gibt, darunter die CO2-emissionsstarken Länder wie China und Nordamerika. Aber auch in Neuseeland ist Green Globe offiziell vertreten. Green Globe behauptet von sich, kein kaufbares Label zu sein, das Umweltsünder grün wäscht. Unternehmen, die keine umweltverträglichen Geschäftspraktiken adoptierten und ihre Kohlendioxidemissionen nicht kontinuierlich verringerten, haben - so Neuseelands Green Globe Sprecherin Sophie Rainford - keine Chance, das grüne Label zu erhalten oder langfristig zu behalten. Die jährliche Bewertung der Abgaswerte und Abfallmengen soll sicherstellen, dass der Green-Globe-Anbieter sein Umweltbewusstsein ernst nimmt und kontinuierlich seinen umweltzerstörenden Einfluss verringert.

Die Green-Globe-Mitgliedschaft beginnt mit einer einjährigen Studie der eigenen Abgas - und Abfallwerte. Die hierfür einzureichenden Daten sind von Branche zu Branche unterschiedlich, so hat zum Beispiel ein Hotel andere Bewertungskriterien als ein Transportunternehmen. Nach der mehrwöchigen Bestandsaufnahme erhält der Anwärter einen Bericht, in dem seine Daten gegen den regionalen Industriestandards und die in dieser Industrie bei den Abgaswerten führenden Unternehmen gemessen wird. Green Globe behält es sich vor, Anwärter aufgrund ihrer Daten nicht aufzunehmen oder - bei Nichterfüllung der Vorgaben - die Mitgliedschaft abzuerkennen. Green Globe arbeitet in Neuseeland mit seinen Partnern, Kuaka New Zealand und Reserve Group. Doug Farr von Kuaka New Zealand betont, wie wichtig es sei, ein Unternehmen, dass industriebedingt hohe Emissionswerte hat, nicht von vorn herein vom Umweltschutz auszuschliessen. Schliesslich könne es einen gewaltigen Unterschied machen, wenn ein Unternehmen mit hohen Emissionswerten sich dazu entschliesst, diese verringern zu wollen. Der Anwärter auf eine Green Globe Zertifizierung bekommt nach erfolgter und bestandener Bewertung die Auszeichnung "Benchmarked", und hat 12 Monate Zeit, um seine Abgaswerte zu senken und einen detailierten Plan zu weiterem umweltbewussten Handeln für die nächsten Jahre vorzulegen. Gelingt ihm das in den nächsten 12 Monaten nicht ohne triftigen Grund, wird ihm das grüne Label entzogen. Werden die Abgaswerte jedoch erfolgreich gesenkt, bekommt der Anbieter nun den Status "Certified". Von nun an muss er jedes Jahr seine Verantwortung für die Umwelt mit weiter sinkenden Zahlen oder zumindest stagnierenden Zahlen belegen, um das Label zu behalten. Ziel der Umweltinitiative sowie des Anbieters sollte es sein, die Emissionswerte und Abfallreduzierung auf ein optimales Level zu reduzieren. Nach fünf erfolgreichen Jahren mit dem Zertifikat erhält der Anbieter Green-Globe-Gold-Status.

Für Kritiker ist das Green-Globe-Label genau das, was Green Globe nicht sein möchte - ein Grünwascher. Was ist das für eine Auszeichnung, bei der das Ausmass der tatsächlichen Umweltverschmutzung des Anbieters keine Rolle spielt, fagen sie. Doch ganz so einfach ist es nicht, erklärt Sophie Rainford. Bereits nach 12 Monaten muss der Anbieter vorweisen können, zumindest die zugelassenen Höchstwerte beim Schadstoffausstoss nicht zu überschreiten. Das heisst bereits ab dem ersten Jahr müssen sich die Abgaswerte kontinuierlich verringern. "Es liegt uns daran, eine ehrliche empfundene Umweltverantwortung bei unseren Mitgliedern dauerhaft zu wecken und zum Umdenken anzuregen. Gleichzeitig zeigen wir ihnen auf, wie sie umweltbewusster handeln können. Hierfür gibt es immer neue Möglichkeiten, denen sich die Unternehmen oft nicht bewusst sind." Die Green Globe Mitgliedschaft kostet ein Unternehmen mit maximal 9 Angestellten zum Beispiel NZ$750 im Jahr. Die Green Globe Mitgliedschaft ist ökonomisch sinnvoll und profitabel, betont Sophie Rainford. Mitgliedern werden Wege zur Kostensenkung aufgezeigt, wobei die Einsparungen zugunsten von umweltpositiven Massnahmen reinvestiert werden können. Gleichzeitig erzielten Mitglieder durch das Green Globe Logo und Label einen Werbevorteil. Tina Hartung Green Globe NZ »