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Neues Neuseeland-Buch im MANA-Verlag
Die unverschämteste Lüge der Welt ist: "Die schönste Tageswanderung der Welt ist die Tongariro Crossing." Dieser einfach verlockend klingende Satz in meinem Reiseführer bildete den fatalen Ausgangspunkt eines Abenteuers, in dessen Verlauf ich folgende Erfahrung machen musste: der Begriff "schön" ist an subjektive Empfindungen und Erfahrungen geknüpft. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass das, was als "Wanderung" bezeichnet wird, in Wirklichkeit ebenfalls nicht den eigenen Erwartungen entspricht.
In meinem persönlichen Reiseführer würde der oben zitierte Satz folgendermaßen lauten: "Die lebensgefährlichste Odyssee auf diesem Planeten ist die Tongariro Crossing bei schlechtem Wetter." Gelegentlich neige ich gern zu Übertreibungen, natürlich würden ein Messner oder Egmont angesichts der Widrigkeiten gelangweilt gähnen. Wir sprechen hier aber nicht von irgendwelchen Expeditionen ohne Sauerstoffmaske im Himalaja oder von Einhandsegeln in der Arktis, sondern von einer Tour, die als "die schönste Tageswanderung der Welt" in einem stinknormalen Reiseführer für stinknormale Wanderer angepriesen wird.
Die Tongariro Crossing ist die Überquerung eines Vulkanmassivs durch unterschiedliche Vegetationszonen, Lavawüsten und vulkanisches Gelände, vorbei an Kraterseen sowie vulkanischen Quellen und Bächen. Da die Sichtweite bei meinem morgendlichen Aufbruch deutlich unter zehn Metern lag, kann ich beim besten Willen nicht sagen, ob die Sehenswürdigkeiten, die ich meinem Reiseführer entnommen hatte, tatsächlich dort zu sehen sind.
Der Regen kam von der Seite und nach etwa 30 Minuten war ich bis auf die Haut durchgeweicht. Die Temperatur war auf circa drei Grad gefallen und es blies ein starker Westwind. Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich nach einer halben Stunde die Nase gestrichen voll hatte und übelste Verwünschungen gegen meine eigene Dämlichkeit von mir gab. Aber niemand hörte mich und selbst wenn - von den Hardcorewanderern, die dort unterwegs waren, hätte sich niemand für mich interessiert.
Doch wie das dann halt bei großstädtischen Weicheiern so ist, irgendwann packt sie der Ehrgeiz und sie erinnern sich, was für harte Asphaltcowboys sie in den Achtzigern waren. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: nach zwei Stunden steilem Aufstieg - mein Herz rasselte wie eine alter Trecker, ich wurde ständig von Wanderern im Laufschritt überholt, die mindestens 25 Jahre älter, aber fitter als ich waren und ich konnte dieses frustrierende Erlebnis nicht einmal richtig auskosten, weil ich zu sehr mit Luftholen beschäftigt war - erreichte ich den Kraterrand, auf dem man etwa 400 Meter entlanglaufen musste, um zum Abstieg zu gelangen. Rechts geht es 300 Meter tief in den Krater und links 1.000 Meter ins Tal hinab. Zum Glück konnte man nur 10 Meter weit sehen. Im Grunde genommen kein Problem, aber bei Windgeschwindigkeiten von circa 120 Stundenkilometern war das alles andere als ein Spaziergang.
Für die 400 Meter brauchte ich fast eine Stunde - auf dem Boden kriechend, weil ich sonst in den Krater geweht worden wäre. Da ich eine grün-braune Tarnjacke anhatte, die sich perfekt in die Umgebung einpasste, hätte man in diesem Fall meine Leiche wohl erst im Frühjahr bergen können. Nach sieben Stunden hatte ich das Tongariro-Vulkanmassiv überquert und ähnlich wie beim Motorradfahren bei schlechten Bedingungen war ich stolz, das mitgemacht zu haben, denn es war schön. Irgendwie jedenfalls.
Leseauszug aus dem Buch von Alexander Ehlert (Foto oben links): "Wo zum Teufel liegt Herbertville?", erschienen 2008 im MANA-Verlag, Berlin. 14,80 €. ISBN 978-3-934031-89-0
Nützliche Ratgeber über Reisen & Arbeiten downunder
Für junge Leute, die nicht nur Spaß, sondern auch einen tieferen Einblick in die australische Gesellschaft haben wollen, hält der Verlag ausführliche immer wieder aktualisierte Ratgeber bereit, die beispielsweise über "ein Schuljahr in Australien" oder das Reisen und Arbeiten mit dem Working-Holiday-Visum informieren - und das sehr fundiert, denn die Autoren plaudern als Praktiker aus Bildungswesen und Reisebranche gewissermaßen aus dem Nähkästchen: Von der Bewerbung, über Visabeschaffung, Aussi-Eigenheiten und Adressen bis zur geordneten Rückkehr -alles drin. Und natürlich noch viel mehr.
Neu im Programm ist das Reisetagebuch für Australien und Neuseeland von Taju Ullrich. Der Geheimtipp für Individualreisende, die den Überblick behalten wollen, mit vielen Hintergrundinformationen und viel Platz zum Selberfüllen - nicht chronologisch sondern thematisch gegliedert. Und wenn Sie sich auf einen "Ausstieg auf Zeit" einstimmen wollen, können Sie auf die Erfahrungen schon Dagewesener bauen, denn in der Rubrik Reiseliteratur erscheint 2007 mittlerweile der fünfte Reisebericht. Schauen Sie mal rein: www.mana-verlag.de , JACK HARTE.
MANA-Ratgeber zum Auswandern
An einem Donnerstag kauften sie die Zeitschrift, am Freitag kündigten sie ihre Jobs. Ein paar Wochen später waren sie tatsächlich weg. Von mindestens zwei Familien weiß ich, bei denen es genau so lief: sie hatten zufällig eine Reportage über Auswanderer gelesen, zufällig eine von mir. Und selten war ich über die Wirkung von ein paar harmlosen Zeilen so erschrocken.
Es stand sicher nichts Falsches in dem Artikel, ein paar Eindrücke, Erfahrungen, Tipps - alles sauber vor Ort recherchiert. Und trotzdem: Man kann doch nicht Hals über Kopf die Koffer packen und sein ganzes Leben umkrempeln, nur weil irgendetwas in der Zeitung steht!
Sie waren vorher nie in Neuseeland. Sie hatten keine Ahnung, ob das Land auf Lkw-Fahrer oder arbeitslose Bauzeichner wartet. Sie sprachen so gut Englisch wie ihre kleinen Kinder gerade ihre ersten Worte Deutsch. Sie hatten nicht genug Geld, um es dort erst mal ruhig angehen zu lassen, sondern gerade genug für den Container und vielleicht ein, zwei Monate vor Ort. Sie hatten nicht mal eine konkrete Vorstellung oder den Finger schon ewig auf der anderen Hälfte des Globus. Sie hatten es einfach satt.
Heimatfrust ist immer noch das häufigste Motiv für Auswanderer: Schlechtes Wetter, das wirtschaftliche Klima kaum besser, kurze Tage, lange Winter und das Gefühl, dass sich nicht mehr viel bewegt im eigenen Leben oder dort, wo man bisher zu Hause war. An trüben Novembertagen ist die Sehnsucht nach der Fremde sogar messbar. Dann schießen die Seitenzähler im Internet plötzlich in die Höhe, wühlen sich Tausende Mitteleuropäer gleichzeitig durch Foren und Infoseiten - suchen, schwärmen, träumen. Neuseeland steht bei vielen ganz oben auf der Wunschliste. Trotzdem bleibt es für die meisten beim Konjunktiv: “eigentlich müsste man auswandern.”
Umfragen zufolge sehnt sich jeder dritte Mitteleuropäer nach einem besseren Leben an einem besseren Ort. Dass viele trotzdem zögern hat viele gute Gründe: den Beruf oder das Häuschen, Kinder oder eigene Eltern, die nicht jünger werden, die Sprache, die Anerkennung der Ausbildung, das sich ständig ändernde Punktesystem - vor allem aber die Angst vor dem, was einen wirklich erwartet.
Kein Ratgeber kann diese Erfahrung ersetzen, vorweg nehmen oder fahrlässig ausblenden. Deshalb geht es in diesem Buch vor allem um Leute, die den entscheidenden Schritt schon hinter sich haben. Sie wissen am Besten, was alles schief gehen kann, wo Fehler und Enttäuschungen lauern, welche Träume wahr werden und was womöglich noch viel besser lief, als in der kühnsten Vorstellungen erhofft.
Kombiniert mit den Ratschlägen von Peter Hahn, der Einwanderer seit Jahren nicht nur bei dem komplizierten Prozedere vorab sondern später auch noch vor Ort berät, soll es wenigstens die Entscheidung erleichtern, die man nur einmal im Leben trifft und die mit dem Antrag auf ein Visum noch lange nicht ausgestanden ist. Denn dann geht das Abenteuer erst richtig los.
Muss man wirklich alle Brücken abbrechen, um sich auf die neue Heimat richtig einlassen zu können - oder darf man auch heimlich eine Rückfahrkarte in der Tasche haben? Soll oder muss man auch die Staatsbürgerschaft ändern? Wie ist das mit den Ansprüchen aus Renten- und Sozialversicherung? Selbst scheinbar simple Fragen wie die, ob der Hund mit darf oder der Stecker vom Kühlschrank noch passt, treten irgendwann auf. Natürlich wird es auch Anfälle von Heimweh, Reue und Zweifel geben. Nicht zuletzt deshalb ist eine der wichtigsten Fragen, ob Neuseeland wirklich das richtige Land ist - oder besser selbstkritisch: bin ich der Richtige für Neuseeland? Oft sind es gerade diejenigen, die vor einem 18-Stunden-Job in Europa flüchten, denen es schwer fällt, die eigenen Ansprüche an Arbeit und Einkommen tatsächlich herunter zu schrauben, denen die Bodenständigkeit der neuen Heimat schnell auf die Nerven geht und die erst nach ein paar Monaten merken, dass ihnen Freundschaften fehlen, wie sie das kannten, Verwandte und schriftliche Verträge - dass es eben nicht nur etwa 20 000 Kilometer sind.
Neuseeland verspricht ein Stück heile Welt. Viel Natur und ein ruhigeres Leben. Alles Klischees, alles wahr und doch ganz anders. Selbst, dass es weiter weg von zu Hause kaum geht, zählen viele noch zu den Vorteilen, und merken dann, dass das Ende der Welt letztlich auch nur eine Frage des Standorts ist: das Gefühl, weg zu sein, verfliegt schnell - das Ankommen dauert länger. Der schönste Strand wird irgendwann langweilig. Und wer gar vor persönlichen Problemen flüchtet, wird sie wahrscheinlich mit nach Neuseeland nehmen.
Dass es nicht auf das Weggehen ankommt sondern auf das Ankommen, haben auch die beiden Familien schnell gemerkt, die nach dem Artikel ihre Sachen für immer gepackt haben. Das mit der Arbeit hatten sie sich einfacher vorgestellt und haben in ungeheizten Häusern gefroren. Sie sind mehrmals umgezogen und hatten immer Angst, wenn das Telefon klingelte. Entweder war die weinende Schwiegermutter in Deutschland dran oder eine Arbeitsvermittlerin, bei der sie kein Wort verstanden außer den letzten Satz: sie sollten sich doch wieder melden, wenn sie besser Englisch könnten. Sie haben gekämpft, gehadert und sich schließlich selbstständig gemacht. Bereut haben sie es nie. Holger Witzel
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Last updated 6 June 2008
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MANA-VERLAG - Bücher aus und über Neuseeland, Australien, Südsee Email: mail@mana-verlag.de, Web: www.mana-verlag.de, Tel.: 030 - 40 30 38 05, Fax : 030 - 40 37 59 95, MANA-Verlag » |
 Foto:
Taju Ulrich “Mein Trip-Book”,
Reihe: Reise Info, 160 Seiten,
13 Abb., Karten, 12,50 Euro,
MANA-Verlag |
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MANA-Taschenkalender 2008 in Vorbereitung
Der auf Neuseeland, Australien und Südsee spezialisierte Verlag aus Berlin hat sein Erscheinungsbild positiv verändert: Jede Buchreihe erhält ein neues Layout und die Homepage www.mana-verlag.de wurde ganz neu überarbeitet.
Schwerpunkt des MANA-Programms ist der Reisebereich. Hierzu gehören die Rubriken Reiseführer, Reise-Ratgeber und Reiseliteratur. Und natürlich ist ein Aushängeschild des Verlags der MANA-Taschenkalender. Diese begehrten Kalender gibt es ab 2008 dann für Neuseeland, Australien und die Südsee!
Wie immer bittet der Verlag Reisende dieser Regionen, sich an der Gestaltung der Kalender zu beteiligen: Anregungen, Infos, Texte und natürlich Ihre besten Urlaubsfotos nimmt der Verlag gerne entgegen. Der Verlag wählt aus und das Beste wird veröffentlicht!
In der Rubrik Reiseliteratur erscheint 2007 mittlerweile der fünfte Reisebericht. Anja Stutz aus Pfinztal veröffentlicht rechtzeitig zur Buchmesse im März ihr Buch "Halbes Herz in Neuseeland".
Hier beschreibt die Autorin ihre Erlebnisse mit dem Working-Holiday-Visum in Neuseeland. Sie erzählt von einer traumhaften Reise durch ein traumhaftes Land und vergisst dabei nicht, auch die Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche zu erwähnen.
Alle bisher erschienenen Titel dieser Reihe können Sie sich natürlich auf der neuen Homepage www.mana-verlag.de ansehen.
Das Gleiche gilt auch für Neuerscheinungen des Verlags sowie für die ständig wachsende Backlist. Neu im Programm ist auch das Reisetagebuch für Australien und Neuseeland von Taju Ullrich. - Der Geheimtipp für Individualreisende, die den Überblick behalten wollen.
Bekannt ist der MANA-Verlag vor allem durch seine Bestseller "Für immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern" und "Work & Travel in Australien und Neuseeland", der neu überarbeitete und erweiterte Top-Ratgeber. Schauen Sie mal rein! JACK HARTE (MANA-Verlag)
FÜR IMMER NEUSEELAND Das Ratgeber-Handbuch für erfolgreiches Auswandern: MANA-Verlag » |
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